Schandfleck

Kirche St. Georg wuchert zu

Rund um das denkmalgeschützte Kirchengebäude St. Georg im Eickelkamp wuchert alles mit Brombeerhecken und Unkraut zu.  Bild: Stephan Glagla / WAZ FotoPool

Rund um das denkmalgeschützte Kirchengebäude St. Georg im Eickelkamp wuchert alles mit Brombeerhecken und Unkraut zu. Bild: Stephan Glagla / WAZ FotoPool

Foto: STEPHAN GLAGLA PHOTO.DESIGN / WA

Wehofen.   Während der benachbarte kath. Kindergarten und das Gesundheits- und Rehazentrum Convalesco im Eickelkamp ihren Durchgang an der Kirchenfassade penibel, ja bildhübsch in Stand gesetzt haben, wuchert das Kirchengrundstück von St. Georg von der Straßenseite her mit Brombeerbüschen, Unkraut und wilden Gräsern zu.

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Ganz sicher eine der Vorzeige-Ecken im Norden, die Kreuzung Wehoferstraße und Im Eickelkamp. Ein schmucker, neu gestalteter Kreisverkehr wertet den Fußgänger-Haupteingang zum Revierpark Mattlerbusch deutlich auf, nebenan begrüßt die Familie Packmohr in ihrer Gaststätte seit Jahrzehnten die Eickelkämper zu gutbürgerlichem Beisammensein.

Optisch abgewertet wird die gediegene Mittelstandsidylle allerdings durch das, was da rund um die entweihte Kirche St. Georg seit Jahren wuchert (wir berichteten mehrfach). Während der benachbarte kath. Kindergarten und das Gesundheits- und Rehazentrum Convalesco ihren Durchgang an der Kirchenfassade penibel, ja bildhübsch in Stand gesetzt haben, wuchert das Kirchengrundstück von der Straßenseite aus mit Brombeerbüschen, Unkraut und wilden Gräsern zu.

„Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn sich dieser Zustand endlich ändern würde“, sagt Physiotherapeutin Claudia Musebrink, Standortleiterin des Rehazentrums, „zumal wir in verschiedenster Weise unsere Mithilfe angeboten haben. Getan hat sich allerdings nichts.“ Ebenso wie zahlreiche Leserinnen und Leser, die sich in der Redaktion seit langem über den unschönen Anblick beschweren, glaubt Musebrink, dass ein Zank um Zuständigkeiten der Grund für den Stillstand sei: „Irgendwie weiss hier niemand so richtig, wer für die Pflege verantwortlich ist.“

So sieht es auch eine Anwohnerin, die beim Einkaufsbummel kopfschüttelnd vor der zugewucherten Kirche stehen bleibt: „Thyssen hat das Grundstück doch damals der Kirche zur Verfügung gestellt. Jetzt können sie sich nicht einigen, wer hier klar Schiff machen soll.“ Thyssen-Krupp-Europe schreibt in einer Stellungnahme an die Redaktion, das Grundstück sei 2005 an Immeo veräußert worden.

Die wiederum sagen auf Nachfrage, dass es ihnen nicht mehr gehöre. Die Stadt Duisburg, schließlich, nennt die katholische Kirche als Besitzerin des Grundstücks, die grundsätzlich zur Pflege verpflichtet wäre.

Die Pressestelle des Bistums Essen, der die Anfrage der Redaktion am Mittwochvormittag vorlag, empfahl am Donnerstagnachmittag, bei der Gemeinde St. Norbert nachzufragen. Dort war niemand zu erreichen.

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