Bildung

Großer Abschied für Schulleiterin Christa Klingen

Verabschiedung von Christa Klingen, scheidende Rektorin der Aletta-Haniel-Gesamtschule.

Foto: Foto: Zoltan Leskovar

Verabschiedung von Christa Klingen, scheidende Rektorin der Aletta-Haniel-Gesamtschule.

Ruhrort.   Nach 22 Jahren als Rektorin wurde die Frau, die einst am Käthe-Kollwitz-Gymnasium ihr Abitur erwarb, von 220 Gästen herzlichst verabschiedet.

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Eigentlich sollte Schulleiterin Christa Klingen in der Aula „ihrer“ Gesamtschule verabschiedet werden. Dort allerdings wartet die freundliche und charmante, 18 Jahre junge, Oberstufenschülerin Ruth: „Die Feier findet in der Haniel-Akademie statt, ich begleite Sie.“

Sagt Ruth zu Dirk Grotstollen, dem Vorsitzenden des Ruhrorter Bürgervereins, der mit einem großen Blumenstrauß vor der Aula steht. Auf dem Weg zu Haniels Veranstaltungszentrum lobt Ruth ihre scheidende Rektorin: „Sie ist eine tolle, warmherzige, kluge Frau“, sagt die Schülerin, „ich hatte sie im Mathe-Leistungskurs und werde sie sehr vermissen.“

Alle Gäste voll des Lobes für die Pädagogin

Die perfekte Einführung für das, was im großen Saal der Akademie vor 220 Besuchern folgen wird. Oberbürgermeister Sören Link, die Firma Haniel und die Haniel-Stiftung, Kollegen, Schüler und Eltern – alle sind sie voll des Lobes für die scheidende Pädagogin, die 22 Jahre lang die Geschicke der ehemaligen Gesamtschule Ruhrort leitete.

Die Schule selbst kannte Christa Klingen freilich viel, viel länger. Als „Ruhrorter Mädchen“ besuchte sie selbst einst das Ruhrorter Käthe-Kollwitz-Gymnasium und legte dort die Reifeprüfung ab.

Die Zukunft der Schule gesichert und mitbestimmt

Zu Zeiten, wie es in einem Schul-Rückblick ironisch heißt, „als Menschen auf Farbfernsehen noch sechs Jahre warten mussten.“

Herzlichkeit zum Abschied ist das eine. Christa Klingen, allerdings, wird sogar attestiert, dass es die Schule ohne sie heute gar nicht mehr geben würde. Von Jutta Stolle, als Direktorin Stimme der Gesellschafter im großen Ruhrorter Mischkonzern: „Wenn sie 2011 nicht die Namensänderung vorangetrieben und durchgesetzt hätten, liebe Frau Klingens, wer weiß, ob es die Schule heute noch geben würde.“

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Haniel-Stiftung, Rupert Antes, lobte Jutta Stolle Menschlichkeit, Beharrlichkeit und pädagogisches Geschick der scheidenden Schulleiterin: „Besonders beeindruckt haben sie uns, weil bei ihnen kein Ruhrorter Kind auf der Strecke geblieben ist.“

Schülersprecher drückte Klingen ganz fest

Oberbürgermeister Sören Link lobte die angehende Pensionärin als hervorragende Pädagogin, „engagiert und zuverlässig.“

Mehr als bloße Worte über das Verhältnis der Pädagogin zu ihren Schülerinnen und Schülern mag die Szene verraten, in der sich Schülersprecher Ilhan-Can Arikan zu den Klängen der Schulband „Black & White“ von Christa Klingen verabschiedet. So herzlich umarmt und geknufft wurde wohl selten eine Schulleitung von der Schülervertretung – begleitet von Ovationen der Anwesenden.

Liebevoll und detailverliebt, die Riesen-Überraschungsparty für Christa Klingens. Höhepunkte: Eine tolle Theater-Kreuzfahrt des Kollegiums und eine Zitate-Sammlung. Bei, „Männern muss man alles hinterher räumen!“, gab es tosenden Applaus . . .

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