Meiderich

Der Besucher-Magnet

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Die einstige Industriefläche ist inzwischen weltberühmt. Nicht nur, weil man dort auf den Hochofen klettern und die Aussicht genießen kann. ...

... Sondern auch, weil der Park als "coole Party-Location" gilt und Firmen wie Microsoft dort ihre Produkte präsentieren können Der Landschaftspark Nord hat sich im Laufe der 14 Jahre seit seiner Eröffnung zu einem hochkarätigen Veranstaltungsort entwickelt. Weltfirmen tagen dort, Megastars treten auf, Luxus-Autos werden vorgestellt, selbst Könige und Königinnen wie Carl Gustaf und Silvia aus Schweden waren schon zu Gast.

Seit die Kraftzentrale, die Gebläse- und die Gießhalle sowie das Außengelände für Veranstaltungen jeder Art hergerichtet sind, geben sich Veranstalter die Klinke in die Hand. Wovon die Bürger oft gar nichts mitbekommen. Denn nur 30 Prozent aller Events sind öffentlich. Der Rest findet für Fachleute und Firmenmitarbeiter, kurzum: geladene Gäste statt.

Vor vier Jahren gab es - grob gesagt - bereits einen Termin pro Tag auf dem Areal an der Emscherstraße 71. Inzwischen sind es - statistisch gesehen - knapp 1,3 Veranstaltungen pro Tag. Worauf die Prokuristen Dirk Büsching und Ralf Winkels, die beiden "Macher" des Parks, zu Recht stolz sein können. Ihnen ist es gelungen, die einstige Industriefläche international so bekannt zu machen, dass es heute schwer wird, "mal eben so" einen Termin für eine Tagung, ein Konzert, eine Präsentation oder eine Gala auszumachen.

Die erste Veranstaltung fand 1994 statt, als es die so genannte "Halbzeit-Präsentation" des IBA-Projektes Landschaftspark gab. Seitdem ging es steil bergauf. Firmen feiern dort gerne ihr Jubiläum, Weltunternehmen wie Dow Chemicals laden zur Gala mit David Copperfield, Mercedes, BMW & Co führen ihre neuen "Luxusschlitten" vor, Großbanken präsentieren sich und ihre Produkte vor der Hochofenkulisse.

Natürlich haben auch die Kulturmacher das alte Hüttenwerk als Bühne entdeckt. So gehen dort im kommenden Frühsommer vier Konzerte des Klavier-Festivals-Ruhr über die Bühne. Hinzu kommen Großveranstaltungen wie das Traumzeit-Festival, die mit Spitzenstars zigtausend Besucher von Nah und Fern anlocken. Es gab Jazz- und Video-Opern, Klassik- und Rockkonzerte, Schauspielaufführungen, Spielshows des deutschen Privatfernsehens - und natürlich immer wieder Filmaufnahmen, z.B. mit "Schimmi" alias Götz George oder Dennis Hopper (bekannt u.a. durch den Film "Easy Rider").

Das Jahresbudget des Landschaftsparks liegt bei vier Mio Euro. 1,5 Mio steuern das Land NRW und der Regionalverband Ruhrgebiet, 1,2 Mio die Stadt Duisburg bei. 850 000 E nimmt der Park durch die Veranstaltungen ein, weitere 500 000 E durch Dauervermietungen (Delta-Musik-Park, Gastronomie u.a.). Damit steht die "schwarze Null", sprich, der Park kommt ohne weitere Zuschüsse aus.

325 000 Besucher wurden vergangenes Jahr bei den 470 Veranstaltungen gezählt. Der Park selbst hatte einen wesentlich größeren Zulauf: An ihm erfreuten sich über 700 000 in- und ausländische Gäste.

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