Technik

„Denkende“ Lichtanlage in der Meidericher Gesamtschule

Viele Experten und eine Leuchte: Schulleiter Beckmann (vorne von links) zeigt mit den IMD-Machern Karl Wilhelm Overdick und Christoph Weber, sowie Reinhard Wolf von der Stadt, eine LED-Leiste.

Foto: Tanja Pickartz

Viele Experten und eine Leuchte: Schulleiter Beckmann (vorne von links) zeigt mit den IMD-Machern Karl Wilhelm Overdick und Christoph Weber, sowie Reinhard Wolf von der Stadt, eine LED-Leiste. Foto: Tanja Pickartz

Meiderich.   Am Standort Bahnhofstraße verbaut das Immobilienmanagement 120 000 Euro in moderne LED-Lichttechnologie. Schulleiter Beckmann unterbricht Urlaub.

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Wenn ein Schulleiter mitten in den Sommerferien aus seinem Urlaub an die Schule geholt wird, dann muss da schon ein triftiger Grund dahinter stecken. Im Falle von Bernd Beckmann, dem Rektor der Gesamtschule Meiderich, war es die Präsentation der neuen Lichtanlage am Schulstandort Bahnhofstraße. Um die mit Vertretern von Immobilienmanagement und Bauleitung vorzustellen, reiste er aus dem Ausland an.

„Ja, ich komme gerade aus der Schweiz“, sagte der Direktor am Freitagnachmittag in Meiderich, „aber ich bin gerne hier, weil es ein richtungsweisender Schritt ist, der hier während der Ferien unternommen wird.“

Baumaßnahme in den Sommerferien beenden

Mit Beginn der Sommerferien gingen Arbeiter daran, die alte Lichtanlage in den Klassenräumen, Technik- und Computerräumen, der Schulküche und den Essensräumen zu entfernen. Eingebaut wird nun eine moderne, eine intelligente LED-Lichttechnik: „Wenn ein Raum betreten wird, bemerkt ein Präsenzmelder das“, sagt Handwerksmeister Daniel Lefering von der Rheinberger Firma Skeide, die vom städtischen Immobiliendienstleister IMD mit den Arbeiten beauftragt wurde.

Dann decken die LED-Lichter automatisch den Lichtbedarf, der zur jeweiligen Tages- oder Abendzeit gerade anfällt. Lefering ist gemeinsam mit Sven Saers vom IMD Bauleiter an der Bahnhofstraße. Stolz zeigen sie die neuen, matten LED-Lichter in der Küche. Oder die im Computerraum: „Das sind blendfreie LED-Lichter“, sagt Saers. Die sorgten dafür, ergänzt Lefering, „dass bei der Computerarbeit keine Kopfschmerzen entstehen.“

Technik ist sparsam und umweltfreundlich

Dies seien freilich nicht die einzigen Vorteile der neuen Technik, wie Karl Wilhelm Overdick, kaufmännischer Geschäftsführer des IMD, vor der Ortsbegehung sagte: „Die Einsparungen durch den gesunkenen Energieverbrauch ermöglichen es uns, die hier investierten Mittel innerhalb von nur fünf Jahren zu refinanzieren.“

Christoph Weber, Chef des städtischen Immobiliendienstleisters, der mit der Neuausrichtung eine Mammutaufgabe übernommen hat, freute sich gemeinsam mit Reinhard Wolf vom Amt für schulische Bildung über 15 000 Euro jährlich einzusparender Stromkosten: „Daran gemessen kann man sich vorstellen, was es bedeuten würde, wenn wir diese Technologie flächendeckend einsetzen könnten“, sagte Weber.

Schnelligkeit nicht immer Qualitäts-Kriterium

Dem Chef von rund 480 IMD-Angestellten ist klar, wie kritisch sein Wirken von Teilen der Politik beobachtet wird: „Dem Vorwurf der Langsamkeit entgegne ich gerne, dass wir in diesem Jahr das dreifache an Maßnahmen umsetzen, was in Vorjahren umgesetzt wurde.“

Außerdem sei Schnelligkeit in seinem Geschäft nicht immer gut: „Wenn Dinge durchgepaukt werden, melden sich Kritiker und mahnen an, dass man Geld sinnlos rausgehauen habe.“

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