Kultur

Neuer Bücherbus bringt Lektüre in die Stadtteile

Frank Loße steuert den Bücherbus schon seit 20 Jahren. Beim neuen Bus freut er sich über das Automatikgetriebe. Das Gefährt ist rund zwölf Meter lang und kommt aus Finnland.

Foto: Christoph Wojtyczka

Frank Loße steuert den Bücherbus schon seit 20 Jahren. Beim neuen Bus freut er sich über das Automatikgetriebe. Das Gefährt ist rund zwölf Meter lang und kommt aus Finnland. Foto: Christoph Wojtyczka

Duisburg.   Stadt investiert 510 000 Euro in einen neuen Bücherbus. Pro Woche hält er an 20 Standorten im gesamten Stadtgebiet. 4500 Medien sind mit an Bord.

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Rund 135 000 Kilometer hatte der alte Bücherbus auf dem Tacho. Den Bücherbus gibt es seit rund 60 Jahren, das alte Modell fuhr rund 20 Jahre von Nord nach Süd durch Duisburg. Da er zuletzt nicht mehr besonders zuverlässig war, musste ein neuer her. „Zum Glück hat der Rat die 510 000 Euro bewilligt“, bedankt sich Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Stadtbibliothek. OB Sören Link betont: „Wir bieten hier dank einer schnellen LTE-Verbindung den gleichen Service wie an unseren festen Standorten.“

Der neue Bus ist ein Finne, rund zwölf Meter lang, erfüllt sämtliche Umweltstandards, ist 350 PS-stark und hat ein Automatikgetriebe. Der Innenausbau erfolgte durch eine spezialisierte Firma. 4500 Bücher, CDs und Filme passen in die etwas nach hinten gekippten Regale – so kann nichts verrutschen. Und sind die Regale einmal leer gelesen, wird er in Rheinhausen mit Nachschub bestückt.

Kulturdezernent Thomas Krützberg betont bei der Übergabe an die Stadtbücherei, ,,dass der Bücherbus eine wichtige Bildungseinrichtung, der Lektüre in die Stadtteile bringt. Barbian erinnert sich: „Die Autorin Hatice Akyün erzählt immer wieder, dass mit dem Bücherbus bei ihr die Liebe zum Lesen geweckt wurde.“ Neben Kindern seien es auch viele ältere Menschen, die den Bus nutzen.

Durch enge Straßen

Im hinteren Bereich befindet sich eine Sitzbank und auf Augenhöhe zahlreiche Kinderbücher. „Früher gab’s keinen Teppich, da haben sich die Kinder immer so auf den Boden gesetzt. Das ist jetzt besser“, erklärt Fahrer Frank Loße, der ebenfalls seit rund 20 Jahren den Bus durch die Stadt steuert. Er liest am liebsten Krimis. Vor den engen Straßen in Hochemmerich hat er schon ein bisschen Angst. „Wir hätten überhaupt keine Probleme, wenn die Leute nur dort parken würden, wo sie dürfen.“

20 Haltestellen steuert der Bus an. „Man kann sich auch Medien bestellen und liefern lassen“, erklärt Bücherei-Leiter Barbian. Schulen machen zum Beispiel Gebrauch von diesem Service. Er und seine Mitarbeiter hoffen, dass die Duisburger wieder regelmäßig zu den Haltestellen kommen, um sich mit Schmöker zu versorgen.

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