Wasserschutzpolizei

Mehr Unfälle auf dem Rhein durch das Niedrigwasser

Das Niedrigwasser im Rhein führte im vergangenen Jahr zu mehr Unfällen auf dem Rhein.

Das Niedrigwasser im Rhein führte im vergangenen Jahr zu mehr Unfällen auf dem Rhein.

Foto: Ralf Rottmann

Duisburg.  Duisburgs Wasserschutzpolizei zieht Bilanz: Durch das Niedrigwasser hat es im vergangenen Jahr mehr Unfälle auf dem Rhein gegeben.

Das Niedrigwasser im Rhein hat im vergangenen Jahr zu einem erhöhten Einsatzaufkommen für die Kräfte der Wasserschutzpolizei geführt. „Wegen des niedrigen Wasserstandes waren 2018 viel mehr Schiffe auf dem Rhein unterwegs, weil jedes einzelne nicht so viel wie üblich laden durfte“, sagte Duisburgs Polizeipräsidentin Elke Bartels im Gespräch mit dieser Zeitung.

Das erhöhte Verkehrsaufkommen führte laut Bartels zu insgesamt 46 festgefahrenen Schiffen (plus 33 Prozent im Vergleich zu 2017) sowie 217 Schiffsunfällen (plus 13 Prozent).

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Mehr Unfälle und mehr Funde

Am 23. Oktober 2018 hatte der Rhein bei Duisburg mit 1,53 Meter seinen historischen Tiefststand am Pegel Ruhrort erreicht. Weite Teile des sonst überfluteten Flussbettes lagen somit trocken. „Das sorgte dafür, dass wir in diesem Bereich 50 Munitions- und Sprengkörperfunde hatten – ein Plus von 280 Prozent“, so Polizeipräsidentin Bartels.

Insgesamt hatte das Arbeitsaufkommen für die 1539 Duisburger Polizeibeamte im vergangenen Jahr deshalb deutlich zugenommen, weil es in 2018 Zusatzaufgaben zu schultern galt. Als Beispiele nennt die Polizeipräsidentin die Heimspiele des Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen in der MSV-Arena. „Somit finden nun fast wöchentlich ein Profifußball-Spiel in Duisburg statt, das mindestens 80 Beamte aus unseren eigenen Reihen bindet – die Kräfte der Hundertschaft noch gar nicht eingerechnet“, so Bartels.

Weitere zwei bis drei Polizisten aus der Direktion Verkehr müssen nun pro Tag Dienst an der Lkw-Waage vor der A 40-Rheinbrücke in ­Essenberg tun. „Auch das sind Kräfte, die uns anderswo fehlen“, so Bartels.

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