Immobilienmarkt

Marktbericht: Häuser in Duisburg vergleichsweise günstig

Das Neubaugebiet Angerbogen war zügig vermarktet, und für ähnlich attraktive Lagen wie in Huckingen gibt es rege Nachfrage.

Das Neubaugebiet Angerbogen war zügig vermarktet, und für ähnlich attraktive Lagen wie in Huckingen gibt es rege Nachfrage.

Foto: Hans Blossey

Duisburg/Düsseldorf.   Marktbericht von Makler Quester: Vermehrte Immobilien-Nachfrage aus Düsseldorf. Büroflächen bleiben weiterhin knapp, Hallenflächen auch.

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„Umsätze auf Rekordniveau“ vermeldet das Maklerunternehmen Quester für den Duisburger Immobilienmarkt. Vor allem die „Angebotsknappheit“ wie etwa in Düsseldorf motiviere immer mehr Nicht-Duisburger, „die vergleichsweise günstige Ruhrgebietsstadt am nördlichen Ende der Rheinschiene als Wohnstandort zu wählen“.

Trotz der angezogenen Preise etwa im Süden des Stadtgebietes sei Duisburg nach wie vor eine günstige Stadt für den Immobilienerwerb, heißt es im aktuellen Marktbericht der Immobilienspezialisten im Hause Quester: „Für die Stadt ist dies die Chance, Zuzug einkommensstarker Nicht-Duisburger zu generieren.“ Neben der Nachfrage von außen sorgten auch niedrige Zinsen und die stabile wirtschaftliche Lage dafür, dass Wohneigentum für mehr Menschen leistbarer werde. Das lasse die Immobilienpreise zwar steigen, heißt es im Marktbericht, aber von der monatlichen Gesamtbelastung sei das Einfamilienhaus wegen der aktuell niedrigen Zinsen derzeit so günstig wie nie zuvor.

Bei Eigentumswohnungen, vor allem bei neueren, stellt Quester für Duisburg einen „Nachholeffekt“ fest. Relativ niedrigen Kaufpreisen in den Jahren 2000 bis 2015 stünden nun „teilweise zweistellige Preiszuwachsraten“ entgegen. Damit gleiche sich Duisburg nun dem Niveau von Mülheim oder Essen an. Bei Immobilien aus der Zeit vor 1990 seien die Preise ab 1000 Euro pro Quadratmeter nach wie vor günstig. Gefragt sind Eigentumswohnungen in innenstadtnahen Lagen, aber auch in fußläufiger Nähe zu den Stadtteilzentren. Besonders beliebt seien Wohnungen mit großen Balkonen, Terrassen und Gärten.

Wie ein Kaufmann mit fast leeren Regalen

„Wie ein Kaufmann mit fast leeren Regalen fühlt sich mancher Büromakler im Ruhrgebiet“, beschreibt Quester ein anderes Segment seines Geschäfts. Verfügbare Flächen seien knapp, vor allem Flächen über 500 Quadratmeter für die kurz- und mittelfristige Nachfrage. Die Situation prägt seit Jahren den Büromarkt in Duisburg. „Etwas Abhilfe“ erwartet Quester, wenn beispielsweise die beiden Neubauten in Hauptbahnhofsnähe, Mercator One und Duisburg Central Office, fertiggestellt sind. Weitere Neubauten seien aber notwendig, um auch in den kommenden Jahren ein Nachfragepotenzial von 60 000 Quadratmetern befriedigen zu können.

Bei Gewerbeimmobilien macht Quester eine Tendenz zum Eigentum aus: „Längst ist es kein Geheimnis mehr, dass der Mittelständler, aber auch größere Unternehmen den Weg zurück in die eigene Firmenimmobilie suchen.“ Ähnlich wie bei Büroflächen sei auch das Angebot an Hallen für Produktion und Logistik knapp, „mit historisch niedrigen Leerstandsraten“.

>>MIETEN ZIEHEN AN, BLEIBEN ABER GÜNSTIG

Moderat anziehende Mieten“ stellt Quester für den Mietwohnungsmarkt fest, zudem rückläufige Leerstandsraten.

Die Mieten seien mit 4 Euro pro Quadratmeter in einfachen Lagen günstig.

Für Neubauwohnungen in „Bestlagen“ werden laut Quester bis zu 10,50 fällig.

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