Freestyle Physics

Kleine Physik-Tüftler präsentieren ihre cleveren Ideen

Mit der  Gegenwind-Energie nach vorn:  Jule und Nadine (beide 14, v.l.) vom Gymnasium Goch haben den Dreh raus mit ihrer Konstruktion. Auch sie präsentierten ihre Idee bei den „Freeestyle Physics“.

Mit der Gegenwind-Energie nach vorn: Jule und Nadine (beide 14, v.l.) vom Gymnasium Goch haben den Dreh raus mit ihrer Konstruktion. Auch sie präsentierten ihre Idee bei den „Freeestyle Physics“.

Foto: Lars Heidrich

Duisburg.   Beim Wettbewerb „Freestyle Physics“ stellen Schüler drei Tage lang an der Uni Duisburg-Essen clevere Ideen vor. Alle sind mit viel Spaß dabei.

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Ein letzter Check: Ist das Gefährt bereit? Drehen sich die Räder? Kurz bevor es auf die Bühne zum großen Test vor Schiedrichtern geht, wird es immer mal wieder hektisch bei den Schülergruppen, die sich in einem Zelt auf dem Uni Campus eingefunden haben. Sie alle nehmen am Wettbewerb „Freestyle Physics“ teil. Am ersten Tag setzen sich Tüftler aus ganz NRW einer Bewertung aus, die ein Fahrzeug gebaut haben, das seine Antriebsenergie aus dem Gegenwind zieht.

Verschiedenste Konstruktionen

Bei einem Blick durch das Zelt wird deutlich: Keine Konstruktion gleicht der anderen. Viele Techniken führen zum Ziel. Oder auch nicht. Einige Erfindungen sehen interessant und kreativ aus, vor dem großen Ventilator tut sich dann allerdings nicht viel. Dort muss das Gefährt möglichst schnell eine bestimmte Strecke absolvieren. Manche haben eine so gute Technik ausgetüftelt, dass das in wenigen Sekunden gelingt, andere brauchen Minuten, und wieder andere bewegen sich nicht von der Stelle.

Anerkennung ist jedoch allen gewiss. „Die Schüler sind mit großem Eifer dabei, das Interesse auch in diesem Jahr wieder enorm“, freut sich Dr. Andreas Reichert von der Uni Duisburg. Er kümmert sich um den Physiker-Nachwuchs, hält allerdings auch Vorlesungen für weit fortgeschrittene Studierende. Bereits seit Januar bereiten sich die Teilnehmer vor, haben viele Stunden Arbeit in ihre Erfindungen investiert. „Das ist schon außergewöhnlich“, findet Reichert. „Insgesamt rechnen wir in mit 2000 Teilnehmern“, so der Physiker.

Immer wieder bricht Jubel aus im Zelt

Die ganze Woche läuft der Wettbewerb, Schüler von der fünften bis zur 13. Klasse sind dabei. An jedem Tag werden andere Erfindungen zu verschiedenen Themen vorgestelt. Der Eröffnungstag hat es schon in sich. Immer wieder bricht Jubel aus im Zelt, wenn alles glatt läuft. Dann klatschen die Schüler sich ab, fallen sich in die Arme.

Auch Enttäuschung steht einigen ins Gesicht geschrieben. Lina (12) und Berat (11) sowie einige andere Schüler aus Hagen konnten auf der Bühne keinen Erfolg feiern. Mit Plastiklöffeln, die sich im Wind drehen und so wie eine Windmühle Energie erzeugen, konnten sie nicht punkten. „Wir wussten nicht, mit was für einem Ventilator wir es hier zu tun haben“, analysiert Berat. „Dieser war zu breit, wir hätten einen Trichter gebrauchen können, damit die Löffel sich wie geplant drehen“, vermutet sie.

Schüler nehmen sich Zeit, die Uni zu erkunden

Simon und Simon (beide 14) sind aus Bocholt angereist. Auf einen Holzwagen haben sie einen Rotor gebaut, der über kleine Windräder zu drehen beginnt und dann ein Seil stramm zieht, das wiederum den Wagen zum rollen bringt. Sie haben mehr Erfolg. „Wir haben uns lange vorbereitet, sind stolz auf unsere Erfindung“, sagen sie.

Wer gerade nicht tüftelt oder testet, nutzt die Zeit, sich an der Uni umzuschauen, nimmt an Seminaren teil. Andreas reichert freut sich, er hofft auf viel Nachwuchs, den es später mal an die Uni Duisburg verschlägt. Talent und Ehrgeiz bringen die meisten schließlich mit.

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