Junge Jazz-Musiker schlagen neue südamerikanische Töne an

In jungen Jahren schon weit gereist sind Pablo Saez und seine Freunde, die auf Tourneen durch die Länder des Mittelmeeres mit ihrer Mischung aus Jazz und inspirierter Weltmusik stark gefragt sind. Jetzt war der in Köln lebende chilenische Schlagzeuger Pablo Saez mit seinem Trio Molino erstmals in Eckart Presslers Säulen-Jazzkabinett zu erleben. Der Komponist und Schlagwerker hatte mit dem ebenfalls aus Chile stammenden Gitarristen Alvaro Severino, dem brasilianischen Kontrabassisten André de Cayres und dem Gast-Trompeter Ryan Carniaux eine exzellente Band zusammengestellt, die vor vollem Haus vielseitig zwischen New Bop und versteckten Latin-Rhythmen markante und groovige Akzente setzte.

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In jungen Jahren schon weit gereist sind Pablo Saez und seine Freunde, die auf Tourneen durch die Länder des Mittelmeeres mit ihrer Mischung aus Jazz und inspirierter Weltmusik stark gefragt sind. Jetzt war der in Köln lebende chilenische Schlagzeuger Pablo Saez mit seinem Trio Molino erstmals in Eckart Presslers Säulen-Jazzkabinett zu erleben. Der Komponist und Schlagwerker hatte mit dem ebenfalls aus Chile stammenden Gitarristen Alvaro Severino, dem brasilianischen Kontrabassisten André de Cayres und dem Gast-Trompeter Ryan Carniaux eine exzellente Band zusammengestellt, die vor vollem Haus vielseitig zwischen New Bop und versteckten Latin-Rhythmen markante und groovige Akzente setzte.

Saez eröffnete den Abend mit Severinos Eigenkomposition „Deep Blue“ und wärmendem Pat-Metheny-Sound. Während Severino mit feiner Akkordtechnik beeindruckte, sorgten Bassist und Schlagzeuger für ein solides rhythmisches Fundament. Dabei präsentierte sich der Bandleader als filigran trommelnder Junior-Meister, der Takt und Timing des kleinen Latino-Ensembles präzise vorzugeben weiß.: „Wir versuchen die lateinamerikanische Musik weiterzuentwickeln.“

Es folgte mit „S.P“ eine Reise nach Sao Paulo, die aber dank Trompeter Carniaux mehr nach Modern Jazz und Miles Davis als nach Samba und Bossa klang. Angetrieben vom vorzüglichen Bassisten de Cayres, der für den Groove verantwortlich war, wandelte Gitarrist Severino dann ganz im Stil der 70er-Jahre auf den Spuren von John Abercrombie, sollte man jazzmusikalische Vergleiche nicht scheuen. Viel Beifall für eine kreative Band, die multikulturell in die Zukunft schaut, ohne die reiche Geschichte des Jazz zu vergessen.

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