Tierschutzzentrum

In Duisburg sollen Katzen kastriert werden

Über zahlreiche Futterspenden für das Duisburger Tierheim freuten sich (v. l.) Daniel May, Harald Lück und Wolfgang Nerlich.

Über zahlreiche Futterspenden für das Duisburger Tierheim freuten sich (v. l.) Daniel May, Harald Lück und Wolfgang Nerlich.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg.   In Duisburg vermehren sich verwilderte Hauskatzen ungebremst. Das ist ein großes Problem für die Stadt. Im Herbst gibt’s eine Kastrationsaktion.

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Verwilderte Hauskatzen sind ein großes Problem in Duisburg: Sie vermehren sich ungebremst. Eines dieser Tiere kann pro Jahr bis zu zwölf Junge zur Welt bringen. Ihre genaue Zahl ist nicht bekannt. Sie geht laut Schätzungen aber in die Tausende. Um dem entgegenzuwirken, bietet das Tierheim in Neuenkamp auch in diesem Jahr wieder eine große Herbst-Kastrationsaktion für freilebende Katzen an.

„Diese Aktion war in den Vorjahren stets ein großer Erfolg“, sagt Daniel May, kommissarischer Leiter des Tierheims an der Lehmstraße. Bis zu 5000 Euro stellt der Betreiber-Verein Tierschutzzentrum zur Verfügung, um die Kastration zu finanzieren. Und diese ist nicht eben preiswert: Bei einem Kater würden rund 100 Euro, bei einer Katze sogar rund 140 Euro für die Kastration fällig. Es sei bekannt, dass viele Bürger diese verwilderten Katzen füttern würden. „Wir stellen Interessierten leihweise Katzenfallen zur Verfügung. Die Tiere nehmen wir entgegen. Die Kastration erfolgt dann in der Tierklinik Asterlagen, mit der wir eng kooperieren“, berichten Harald Lück und Wolfgang Nerlich, beide Vorstandsmitglieder im Verein.

Tierheim hat Platz für 300 Bewohner

Derzeit finden im Tierheim maximal 300 Bewohner Platz: „Im Schnitt haben wir 80 Hunde sowie 100 bis 120 Katzen gleichzeitig hier“, erklärt May. Hinzu kämen rund 50 Kleintiere. Dabei reicht die Palette vom Meerschweinchen und Kaninchen bis hin zu Ratten, Mäusen und Sittichen. In Ausnahmefällen nimmt das Tierheim aber auch mehr Gäste auf – wie etwa im November 2013, als 350 Katzen gleichzeitig eine Obhut brauchten. „Das ist bis heute unser absoluter Rekordwert“, erinnert sich May.

Zum Tierheim-Team zählen derzeit 24 hauptamtliche Mitarbeiter. Hinzu kommen 70 Spaziergänger, die ehrenamtlich Tag für Tag mit den dort untergebrachten Hunden Gassi gehen. „Und wir haben zehn Katzenstreichler“, so May. Diese Menschen sorgen dafür, dass gerade die verwahrlosten oder verwilderten Samtpfoten im Tierheim eine riesige Portion an Streicheleinheiten abbekommen.

Eine Bank spendete die neuen Jacken

Besagte hauptamtliche Mitarbeiter wurden nun auch mit neuen Jacken ausgestattet, die sie dank ihrer Aufschrift nach außen sofort als Tierheim-Kraft erkennen lassen. Bei diesen Jacken handelt es sich um eine Spende der Sparda-Bank. Gespendet haben zuletzt auch zahlreiche Bürger wieder Katzenfutter. Derzeit müssten rund 30 Katzen-Babys versorgt werden. Der in einem sozialen Netzwerk formulierten Bitte, zu helfen, seien viele nachgekommen. Die Futterkosten im Tierheim sind immens. „Unser Anteil liegt bei 15 .000 Euro pro Jahr“, so May.

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