Schulanmeldungen

Gesamtschulen bleiben bei Duisburgs Eltern hoch im Kurs

Rund 4300 Viertklässler wechseln im Sommer an die weiterführenden Schulen in Duisburg. Nicht für alle Mädchen und Jungen wird es die Wunsch-Schule sein.

Rund 4300 Viertklässler wechseln im Sommer an die weiterführenden Schulen in Duisburg. Nicht für alle Mädchen und Jungen wird es die Wunsch-Schule sein.

Foto: Walter Buchholz

Erstanmeldungen für 4300 Viertklässler: Große Nachfrage-Unterschiede an den Gesamtschulen. Gymnasien müssen wohl nur wenige Bewerber abweisen.

Die Anmeldungen für rund 4300 Viertklässler an die weiterführenden Schulen zum Schuljahr 2019/20 sind gelaufen. Auch in diesem Jahr kommt es vor allem an einzelnen Gesamtschulen zu erheblichen Überhängen. Das wird dazu führen, dass der Schulwunsch vieler Eltern in Duisburg nicht erfüllt werden kann.

Wie erwartet, ist die Nachfrage nach den Schulen des so genannten integrierten Systems – die 13 Gesamt- und drei Sekundarschulen – mit insgesamt 2393 Anmeldungen erneut hoch. Allerdings bleiben, wie in den Vorjahren auch, an den Sekundarschulen nach den Erstanmeldungen noch zahlreiche Plätze frei. Nur die Sekundarschule Biegerpark (Süd) kann deutlich über die Hälfte ihrer 162 Plätze besetzen, während in Rheinhausen und Hamborn jeweils 100 Plätze frei bleiben.

Differenzen an Gesamtschulen

Sie werden besetzt werden durch das Koordinierungsverfahren der Schulverwaltung, in dem die Überhänge an Gesamtschulen verteilt werden. Allein die Leibniz-Gesamtschule in Hamborn – sie hat wie bereits 2017 mehr als 320 Anmeldewünsche für 203 Plätze bekommen – wird rund 120 Mädchen und Jungen abweisen. Das muss in geringerer Zahl auch an den Gesamtschulen Walsum (20 Anmeldungen über Angebot), Meiderich (42), Mitte (68), Lise-Meitner (81) und Süd (29) geschehen.

Nicht an der Wunschschule, wohl aber im System der Wahl kann die Schulverwaltung allen Eltern einen von insgesamt 2603 Plätzen anbieten. Das kann an einer Sekundarschule sein, aber auch an einer der benachbarten Gesamtschulen, deren Kapazitäten bei den Erstanmeldungen nicht ausgeschöpft wurde.

Am deutlichsten klafften Nachfrage und Angebot an der Herbert-Grillo-Gesamtschule in Marxloh (65 Erstanmeldungen für 145 Plätze), der Aletta-Haniel-Gesamtschule Ruhrort (75 für 116 Plätze) auseinander. Luft nach oben bleibt auch an den Gesamtschulen Emschertal (Neumühl) und Theodor-König (Beeck), sowie Erich-Kästner (Homberg) und Heinrich-Heine (Rheinhausen).

Zahlen werden wohl noch steigen

Auch die vier Realschulen bleiben eine Option für die Eltern, die an der Wunsch-Gesamtschule nicht zum Zuge kommen. Alle verzeichnen eine leicht rückläufige Nachfrage gegenüber dem Vorjahr.

Durch Zuzüge und Zuwanderung sowie eine dreistellige Zahl von Kindern, die noch auf einen Schulplatz warten, wird die Nachfrage voraussichtlich noch steigen . Deshalb kann wohl auch die Ludgerusschule in Walsum – die letzte Hauptschule, die noch Fünftklässler aufnimmt – am Ende die meisten ihrer 58 Plätze besetzen, obwohl sie nur neun Erstanmeldungen verzeichnet.

Entspannt ist die Lage an den zwölf Gymnasien: Im Westen verzeichnet nur das Albert-Einstein-Gymnasium (140 Bewerbungen für 120 Plätze) einen zweistelligen Überhang, im Norden liegt das Angebot leicht über der Nachfrage, ebenso im Süden, wo das Mannesmann-Gymnasium eine leicht schwächere Resonanz verzeichnet (133/150). Auch die Innenstadt-Gymnasien können wohl alle Bewerber aufnehmen, das Mercator-Gymnasium (60/120) kann zumindest zwei fünfte Klassen bilden. Schwächer nachgefragt sind Abteil- (88/120) und St. Hildegardis-Gymnasium (104/120) – möglicherweise eine Folge der Diskussion um die Finanzierung der bischöflichen Schulen.

>>> Zahl der Grundschüler wird deutlich zulegen

Die Zahl der Erstklässler wird im Jahresvergleich deutlich zulegen. Die Zahl der Erstanmeldungen stieg seit Oktober von 4164 auf 4440 im Januar, laut Einwohnerstatistik gibt es 4551 schulpflichtige Kinder.

Damit werden rund 500 Mädchen und Jungen als im Vorjahr eingeschult. In den nächsten Jahren wird die Zahl der i-Dötzchen wegen steigender Geburtenzahlen und anhaltender Zuwanderung wohl über 5000 steigen.

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