Kirche

Evangelische Gemeinde will Christuskirche verkaufen

Das Dach ist baufällig. Seit 2013 wird die ev. Kirche nicht mehr genutzt.

Das Dach ist baufällig. Seit 2013 wird die ev. Kirche nicht mehr genutzt.

Foto: Foto: Lars Fröhlich / Lars Fröhlich / WAZ FotoPool

Neudorf.  Drei Millionen Euro kostet eine Sanierung - zu viel Geld für die evangelische Gemeinde. Einen Kaufinteressenten gibt es schon. Was dieser plant.

Die evangelische Kirchengemeinde Neudorf-West will sich von der Christuskirche trennen und das Gotteshaus entwidmen lassen. Der Grund: Rund drei Millionen Euro wären nötig, um die Kirche zu sanieren – zu viel Geld für die Gemeinde.

Verhandlungen mit einem möglichen Käufer

Erst 2013 ist das Gotteshaus unter Denkmalschutz gestellt worden. Das Gotteshaus prägt nicht nur das Stadtbild in Neudorf, der Kirchturm ist schon von weitem zu sehen. Das äußere Erscheinungsbild sowie die Fenster und der Taufstein im Inneren dürfen wegen des Denkmalschutzes nicht verändert werden. „Das Gebäude wird nicht abgerissen. Über eine künftige Nutzung wird mit ernsthaften Interessenten bereits beraten“, erklärt Pfarrer Martin Nadolny. Im aktuellen Gemeindebrief heißt es dazu: „Ein möglicher Käufer möchte eine Event-Location für Feierlichkeiten, Konzerte und Veranstaltungen aller Art daraus machen.“ Allerdings muss die Kirche über eine entsprechende Nachfolge-Nutzung beraten. Bereits seit sechs Jahren finden in der Christuskirche schon keine Gottesdienste mehr statt.

Die evangelischen Gemeinden müssen sich, ähnliche wie die katholische Kirche, einem Strukturprozess unterziehen. Dazu sind so genannte Regionen gebildet worden. Gemeinsam wird beraten, welche Kirchen und Gebäude künftig weiter genutzt werden.

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