„Mit einem Schlag ist man anders“: Für Schlaganfallpatienten und ihre Angehörigen ändert sich das Leben gravierend. Da ist oft auch Verständnis und Sensibilität gefordert, erklärte Oberärztin Dr. Martina Nolden-Koch, Leiterin der Schlaganfall- „Stroke Unit“ in den Wanheimerorter Sana-Kliniken, beim WAZ-Medizinforum. Ihr Augenmerk: die neuro-psychologischen Folgen nach einem Schlaganfall.
Halbseitige Lähmungen oder Sprachstörungen sind oft erkennbare Behinderungen nach einem Schlaganfall, wenn Gerinnsel oder Pfropfen die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrechen. Doch andere Folgeerscheinungen sind für den Betroffenen, aber auch für sein Umfeld nicht so schnell erkennbar. Und das kann schnell zu Problemen, zu Missverständnissen führen. „Die Gemütszustände können sich ändern, es kann zu Persönlichkeitsveränderungen kommen, so Nolden-Koch. Die Hälfte der Schlaganfallpatienten leidet unter Depressionen. Frustration und Stress lassen die Betroffenen „zickig“ werden, wirbt die Oberärztin für Aufmerksamkeit und entsprechende, auch psychologische Therapien.


