Digitalisierung

Duisburgs Smart City zeigt sich auf der Computermesse Cebit

Duisburgs Digital-Dezernent Martin Murrack stellte auf der Computermesse Cebit den Masterplan Digitalisierung vor.

Duisburgs Digital-Dezernent Martin Murrack stellte auf der Computermesse Cebit den Masterplan Digitalisierung vor.

Foto: Andreas Gonschior

Duisburg.   Duisburgs will Vorreiterstadt bei der Digitalisierung werden. Auf der Cebit präsentierte sie mit dem chinesischen Konzern Huawei die Pläne.

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Duisburg will „Smart City“ und Vorreiter-Kommune bei der Digitalisierung werden. Nach einer Präsentation in dieser Woche auf der internationalen Computermesse Cebit in Hannover weiß das jetzt auch die Fachwelt. Und Anfang Juli lädt die Stadt daheim zu einer großen Auftaktveranstaltung in die Haniel-Akademie nach Ruhrort mit 300 geladenen Teilnehmern.

Im Mai hatte der Rat den „Masterplan Digitalisierung“ beschlossen, den die Stadtverwaltung und die Universität Duisburg-Essen erarbeitet hatten. Bis zum Herbst soll aus den Ideen ein Konzept werden. „Das soll nicht im stillen Kämmerlein erarbeitet werden“, begründet Martin Murrack, Dezernent für Personal und Digitalisierung im Rathaus, die große Runde, die sich nach seinen Worten auch schon beim „Masterplan Wirtschaft“ 2016 bewährt hatte. „Die Zukunftsfähigkeit Duisburgs hängt auch maßgeblich davon ab, wie gut es gelingt, den digitalen Herausforderungen zu begegnen“, schreiben Murrack und Oberbürgermeister Link in ihrer Einladung.

Pressekonferenz mit chinesischem IT-Riesen

Die Grundzüge des Duisburger Masterplans hat Duisburgs „Digital-Minister“ Anfang der Woche bei der Cebit auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem chinesischen IT-Riesen Huawei vor 250 Pressevertretern präsentiert. Bereits Anfang des Jahres hatte Duisburg mit dem chinesischen Technologiekonzern eine Zusammenarbeit vereinbart, die Duisburg mit Hilfe neuer Technologien zu einer innovativen digitalen Modellstadt für Westeuropa entwickeln soll. „Es gab auch schöne praktische Beispiele“, so Murrack. Wie die Indoor-Navigation-App des Münchener Start-up-Unternehmens „Navis“, die wie bei Google Street Nutzer nicht durch Straßen, aber durch Räume führt, sei es durchs Museum oder durchs Rathaus und den Kunden zum gesuchten Büro führt.

Für die Auftaktrunde zum Masterplan Digitalisierung in der Haniel-Akademie hat die Stadt praktisch alle großen Unternehmen und Wirtschaftsvertreter eingeladen. Murrack: „Es ist wichtig, dass die Wirtschaft dabei ist.“ Aber auch Gewerkschaften, Kirchen, Vereine und Verbände sollen teilnehmen, um in anschließenden Workshops Prioritätenlisten und Aufgabenfelder festzulegen, wie denn eine „Smart City Duisburg“ künftig aussehen soll. Ein konkretes Vorhaben gibt es schon: Mit Huawei soll ein „Smart City Innovation Center“ eröffnet werden, zunächst im Juli noch virtuell, aber bald als lebensechte Anlaufstelle.

Plan mit sechs Handlungsfeldern

Der Masterplan Digitalisierung hat sechs Handlungsfelder benannt, die die Kernaufgaben beschreiben.

Punkt 1 und Fundament ist der Breitbandausbau. Bis 2020 soll es flächendeckend schnelles Internet geben. Die weiteren Themen: E-Goverment in der Stadtverwaltung, Smarte Wirtschaft sowie Mobilität, Wohnen und smarte Infrastruktur.

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