Wissenschaft & Bildung

Duisburgs Hochschul-Geschichte begann bereits im Jahr 1655

Dr. Hendrik Friggemann ist Leiter des Universitätsarchivs mit Sitz an der Geibelstraße in Duisburg-Neudorf. Er ist einer der Gastgeber der Tagung zur Tradition der Hochschulen in Duisburg.

Dr. Hendrik Friggemann ist Leiter des Universitätsarchivs mit Sitz an der Geibelstraße in Duisburg-Neudorf. Er ist einer der Gastgeber der Tagung zur Tradition der Hochschulen in Duisburg.

Foto: Kerstin Bögeholz

Duisburg.   Diese lange Tradition steht im Fokus einer Tagung und einer Vortragsreihe der Universität Duisburg-Essen, die Mitte Oktober beginnt.

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Im Jahr 1818, also heute genau vor 200 Jahren, endete das erste Kapitel in der überraschend langen Geschichte der Hochschulen in Duisburg. Ab 1655 hatten Studenten an der Alten Universität ihren Wissensschatz vermehrt. Nach einer über 150-jährigen Zwangspause glückte erst 1972 die Rückkehr als Uni-Standort. Diese wechselvolle Historie steht im Mittelpunkt einer Tagung und einer Vortragsreihe, zu der die Uni Duisburg-Essen (UDE) nicht nur Historiker und Studenten, sondern auch alle geschichtsinteressierten Bürger einlädt.

Wertvolle Unterlagen schlummern im Uniarchiv

„Wir wollen prüfen, in wie weit Hochschulen in ihre Region hineinwirken, aber auch, wie eine Region das Leben an der jeweiligen Uni verändern kann“, so Dr. Hendrik Friggemann. Er ist der Leiter des im Jahr 2006 gegründeten Universitätsarchivs, das an der Geibelstraße in Neudorf seinen Sitz hat und in zwei Magazinen auf rund 500 Regalmetern alle historisch wertvollen Unterlagen zur Hochschultradition aufbewahrt. Das Archiv und das Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung (InKuR) fungieren als Veranstalter der Tagung und der Vortragsreihe.

Die Tagung steigt am nächsten Freitag, 12. Oktober. Austragungsort ist ab 10 Uhr der Mercatorsaal im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Innenhafen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung bis spätestens zum 10. Oktober ist aber erforderlich – im Internet: www.uni-due.de.

Hoffen auf eine rege Bürgerbeteiligung

„Dies ist keine Fachtagung. Wir hoffen, dass viele Bürger dazukommen, um ihre Fragen zu stellen, aber auch, um mit uns zu diskutieren“, beschreibt Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs vom InKuR seine Erwartungen. So könnten neue Impulse gesetzt und eventuell sogar forschungswürdige Themen aufgespürt werden, so Fuchs. Die Tagung am 10. Oktober wird in zwei Sektionen aufgeteilt: Die erste widmet sich der Alten Universität (1655-1818), die zweite den Hochschulen in Duisburg und Essen im 20. und 21. Jahrhundert.

Zweite Säule dieses Angebots ist eine Vortragsreihe, die beginnend am 18. Oktober immer donnerstags (18.15-19.30 Uhr) stattfindet. Spielorte sind die Stadtarchive in Essen und in Duisburg (siehe Artikel oben), das Uni-Klinikum Essen und das Kulturwissenschaftliche Institut Essen. Dort wird am 29. November über die Folkwang-Universität der Künste gesprochen. Es ist der einzige Vortrag in dieser Reihe, zu dem eine Anmeldung im Vorfeld nötig ist. Möglich unter: 0201/72 04 153.

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