Streit um Bananen-Bild

Duisburgs Bürgermeister bedauert Wortwahl bei Erdogan-Bild

Thomas Baumgärtel ist für seine kritischen Bananen-Motive bekannt.

Thomas Baumgärtel ist für seine kritischen Bananen-Motive bekannt.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Duisburgs Bürgermeister Kocalar war wegen Äußerungen zu einem Bild des Künstlers Baumgärtel in die Kritik geraten. Nun entschuldigt er sich.

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Duisburgs ehrenamtlicher Bürgermeister Erkan Kocalar von der Linkspartei räumt nach der Kritik an seinen Äußerungen über das umstrittene Kunstwerk des Kölner Bananen-Sprayers Thomas Baumgärtel ein, dass seine „Wortwahl (...) unter Umständen unglücklich gewählt“ gewesen sei und zu Missverständnissen geführt habe. „Das bedauere ich ausdrücklich“, so Kocalar in einer persönlichen Stellungnahme.

Wie berichtet, hatte Kocalar in Facebook-Posts auf Türkisch dem Künstler „perverse Mentalität“ vorgeworfen. Auch hatte er die Kubus-Kunsthalle kritisiert, dass sie mit dem ausgestellten Baumgärtel-Bild, das den türkischen Präsidenten Erdogan mit einer Banane im Gesäß zeigt, die Ehre der in Duisburg lebenden Menschen türkischer Nationalität verletze. Daraufhin hatten die Bündnisgrünen in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Link Kocalars Äußerungen als eine „aufwiegelnde und gefährliche Amtsanmaßung“ bezeichnet. Zunächst hatte Kocalar am Sonntag auf Nachfrage erklärt, die Aussagen so nicht geschrieben zu haben. Seine Partei hatte von einer „kryptischen und unvollständigen“ Übersetzung gesprochen.

Streit um Baumgärtel-Bild

In seiner Stellungnahme erklärt Kocalar nun, er habe „ausschließlich das Bild und die meiner Meinung nach damit verbundenen negativen Auswirkungen auf das interkulturelle Leben in Duisburg“ kritisiert. „In keinem Moment ging es mir um eine Einschränkung der Kunstfreiheit.“ Zugleich sehe er aber, „dass das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt Duisburg durch dieses Bild gefährdet werden könnte“.

Insbesondere die Anschuldigungen der Aufwiegelung und der Amtsanmaßung weist Kocalar „auf das Schärfste“ zurück. Er behalte sich strafrechtliche Schritte gegen die Grünen vor.

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