Musik

Duisburger widmet seinen Song Nobelpreisträgerin Malala

Der Musiker Daniel Basso, bekannt unter anderem von den Popolskis.

Der Musiker Daniel Basso, bekannt unter anderem von den Popolskis.

Foto: Basso

Duisburg.   Der aus Duisburg stammende Musiker Daniel Basso nahm den Song „Malala Day“ auf. Der Verkaufserlös geht an eine Initiative, die Bildung fördert.

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Worte können stärker sein als Waffen, Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat es bewiesen: Mit ihrem Einsatz für die Gleichberechtigung von Mädchen, denen Bildung verwehrt bleibt, mit ihrem Überlebenskampf nach dem Attentat, das 2012 von Taliban auf sie verübt worden ist, mit ihrem unbeirrbaren Willen, Missstände trotz aller Gefahren weiterhin friedvoll zu bekämpfen. Das hat in Ex-Popolski Daniel Basso (47) das brennende Verlangen geweckt, „etwas Sinnvolles beizutragen.“ Er schenkt ihr seinen Song „Malala Day“ zum 18. Geburtstag.

Der Duisburger Musiker, der inzwischen in Wattenscheid lebt: „Für mich als Vater und Gesangslehrer war es kaum auszuhalten, dass Kindern, speziell Mädchen, der Zugang zur Schule verwehrt wird, sie gar verfolgt, angeschossen werden. Ich wusste, dass ich diesen Song für den Malala Fund aufnehmen musste.“ Basso rief befreundete Musiker an, die allesamt auf ihre Gagen verzichteten.

Song ohne Pathos

Nach und nach fügte sich in seinem Tonstudio „Malala Day“ zusammen, ein getragener Song im Sechs-Achtel-Takt. Pathos vermeidet der 47-Jährige, die Klangfarbe definieren Streichquartett und sein Gesang. Im dramaturgischen Mittelteil übernimmt Malalas Stimme die Führung.

Schon 2014 hatte Basso den Wunsch geäußert, den Song offiziell dem Fund zur Verfügung stellen zu können. „Nach vielen Mails kam endlich die Nachricht, dass ‚Malala Day‘ bei den Verantwortlichen in New York auf große Begeisterung gestoßen ist. Das war nach vielen Rückschlägen für mich ein Moment purer Freude“, erinnert sich Basso an den Durchbruch. Pünktlich zum 18. Geburtstag der pakistanischen Kinderrechtsaktivistin am 12. Juli wurde der Song im Internet veröffentlicht: www.malala.org.

Das passende Video entstand Anfang 2015: „Filmproduzent Kai Christiansen hatte die Idee, Kinder beim Malen von Malalas Geschichte aufzunehmen und so den Songtext zu illustrieren.“ Von der Veröffentlichung erhofft sich Basso nun eins: „Geld. Auch wenn es sich uncharmant anhört, aber nur so können wir wirklich von Deutschland aus helfen, Bücher beschaffen oder den Bau von Schulen unterstützen. Der komplette Verkaufserlös geht direkt an den Fund. Der Song gehört einzig Malala selbst.“

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