Deniz Yücel wurde zur Geisel der Türkei, Mesale Tolu wurde ihr unbequem, Peter Steudtner von ihr zum Exempel statuiert, und Ismet Kilic nun zu ihrem jüngsten Opfer. Die beiden Journalisten, der Menschenrechtsaktivist und der Taxifahrer aus Duisburg sind vier Fälle von noch vielen mehr, die auf schmerzhafte wie unmissverständliche Weise dokumentieren, dass der türkische Staatsterror, der vor Jahrzehnten begann, weiter schonungslos wütet: der Unterdrückungskampf eines Staates gegen kritische und demokratische Stimmen und Aktivisten.
Um besser zu verstehen, warum in der Türkei seit jeher jeder ganz schnell ins Fadenkreuz geraten und zum Staatsfeind erklärt werden kann, muss man einen Blick in die jüngere Geschichte dieses traditionsreichen Landes werfen.


