Die scheidende Ordnungsdezernentin Daniela Lesmeister hält nichts davon, städtische Außendienstmitarbeiter mit Schlagstöcken auszustatten wie es Dortmund plant. „Das ist kein Thema“, erklärte sie im WAZ-Gespräch kurz vor ihrem Wechsel ins Düsseldorfer Innenministerium. Die Mitarbeiter seien zur Selbstverteidigung mit Pfefferspray ausgerüstet. In Gefahrensituationen sollen sie die Polizei verständigen.
Zudem müsse der Einsatz mit dem so genannten Einsatzmehrzweckstock in Taktik und Anwendung geschult werden, so Lesmeister. Nach Angaben von Stadtsprecher Jörn Esser hätten bisher städtische Außendienstmitarbeiter auch nicht nach den Schlagstöcken gefragt. Die Mitarbeiter würden zudem regelmäßig in Eingriffstechniken geschult. Eine Ausrüstung mit Schlagstöcken sei zudem nicht „deeskalierend“.
Zwei Dezernenten-Posten im Rathaus vakant
Die Rechtsdezernentin Lesmeister tritt am Montag ihren Dienst als Polizei-Abteilungsleiterin im NRW-Innenministerium an. Sie war drei Jahre Rechts- und Ordnungsdezernentin in Duisburg. Wahrscheinlich in der Ratssitzung im November wird die Beigeordneten-Stelle ausgeschrieben. Ebenso die von Sozialdezernent Reinhold Spaniel, der Ende Oktober in den Ruhestand geht. Beide Positionen werden dann wohl über Monate unbesetzt bleiben. Rathaus-Chef Link will in Kürze einen Vorschlag zur künftigen Ressort-Verteilung vorlegen.


