Stahl-Kundgebung

Duisburg: DGB ruft auf zur IG Metall-Demo für den Stahl

Für die Zukunft der Stahlindustrie demonstrieren die Thyssenkrupp-Belegschaften am nächsten Dienstag vor der TKS-Hauptverwaltung in Bruckhausen.

Für die Zukunft der Stahlindustrie demonstrieren die Thyssenkrupp-Belegschaften am nächsten Dienstag vor der TKS-Hauptverwaltung in Bruckhausen.

Foto: Foto: Stephan Eickershoff / Funke Foto Services

Duisburg.  In der nächsten Woche soll Thyssenkrupp seine Stahlstrategie bekannt machen. Die IG Metall ruft am Dienstag zur Kundgebung auf.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die DGB-Gewerkschaften rufen gemeinsam zur Teilnahme an der Kundgebung der IG Metall am Dienstag, 3. Dezember, auf. Unter dem Motto „Es ist fünf vor zwölf“ beginnt sie um 11.55 Uhr vor der ThyssenKrupp-Hauptverwaltung an der Kaiser-Wilhelm-Str. 100 in Bruckhausen. Danach berät der Stahl-Aufsichtsrat zur Zukunft der Konzernsparte.

„ThyssenKrupp braucht Investitionen – Sofort! so lautet die Hauptforderung der Beschäftigten“ kündigt die Duisburger DGB-Vorsitzende Angelika Wagner an. „Seit Jahren erarbeiten sie Gewinne für den Konzern. Doch die wurden nicht reinvestiert, wie es zu guter, solider Unternehmensführung gehört. Stattdessen wurden durch Managementfehler Milliarden versenkt, dann ebenso erfolglos Fusionen geplant – und die Folgen davon sollen nun die Beschäftigten ausbaden? Das nehmen wir nicht widerstandslos hin.“

Gewerkschaften: Auch Zulieferer in Duisburg sind bedroht

Es sei zu befürchten, dass die deutsche Stahlindustrie, die im Vergleich unter guten ökologischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen Stahl herstellt, ihre Produktion einstellen muss, so Wagner. „Ausländische Stahlexporte gewinnen dann die Oberhand, was insgesamt der Umwelt mehr schadet.

Zur Verdeutlichung: während der CO2-Ausstoß in Europa seit 1990 fast halbiert wurde, hat er sich in China in den letzten Jahren verdreifacht.“ Hinzu komme, dass auch schlechtere Arbeitsbedingungen, Bezahlung und oft fehlende Arbeitssicherheit in anderen Ländern mit in die Rechnung gehören.

„Es ist fünf vor zwölf!“, betont die DGB-Vorsitzende. Sie weist darauf hin, dass auch die Beschäftigten bei vielen Zulieferern und Weiterverarbeitern in der Stadt betroffen sind. „Arbeitsplätze bis in Gastronomie und Einzelhandel sind gefährdet,“ so Wagner weiter. „Wenn jetzt nicht in die Standorte, in neue, verbesserte Anlagen investiert wird, droht unserer Stadt eine Katastrophe.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben