Nato-Manöver

Defender 2020 in Duisburg: Demo-Zug zum Hafen und Mahnwache

Das Bild zeigt einen britischen und einen US-amerikanischen Soldaten im Februar in Brandenburg bei Vorbereitungen für das Nato-Manöver Defender 2020. Die US-Armee transportiert Material über Duisburg.

Das Bild zeigt einen britischen und einen US-amerikanischen Soldaten im Februar in Brandenburg bei Vorbereitungen für das Nato-Manöver Defender 2020. Die US-Armee transportiert Material über Duisburg.

Foto: Soeren Stache / dpa

Duisburg.  Das Friedensforum Duisburg und einzelne Bürger haben Demonstrationen gegen die Beteiligung der Hafen AG am Nato-Manöver Defender 2020 angemeldet.

Das Friedensforum Duisburg kritisiert das Nato-Manöver Defender 2020 mit bis zu 37.000 Soldaten aus 19 Nationen und die Beteiligung des Duisburger Hafens. Dieser ist wie berichtet Umschlagplatz von militärischem Gerät vom Wasser- auf den Schienenweg. Das US-Militär in Europa hatte unserer Redaktion gegenüber erklärt, das Militärgerät erreiche den Duisburger Hafen Mitte März.

„Die ständigen Nato-Manöver bergen die Gefahr einer direkten militärischen Konfrontation mit Russland in sich“, findet Jürgen Hagenguth vom Friedensforum. Dieses ruft wie einige Bürger zu Demonstrationen gegen Defender 2020 in Duisburg auf.

Zur „Information der Bevölkerung“ und „als Protest gegen die Ausweitung der Militärübungen“ plant das Friedensforum eine Kundgebung mit Demonstrationszug zum Hafen: Dieser startet am Samstag, 21. März, um 11.55 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Hagenguth kündigt als Redner die Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler (Die Linke), Verdi-Bezirksgeschäftsführer Thomas Keuer und Ludo De Brabander an, Sprecher der belgischen Initiative Abrüstung für Entwicklung „Vrede“.

Mehrere Mahnwachen haben darüber hinaus einzelne Bürger „aus Duisburg und NRW“ angemeldet, kündigt Stephan Starke an. Der Organisator kritisiert die Beteiligung von Duisport und im Hafen ansässigen Logistikdienstleistern. Die vier Mahnwachen sind an der Zufahrt zum Verwaltungsgebäude der Hafen AG an der Ecke Ruhrorter/Alte Ruhrorter Straße, geplant: am Freitag, 13. März (17 bis 19 Uhr); Samstag, 14. März (11 bis 13 Uhr); 20. März (17 bis 19 Uhr) und 21. März (11 bis 13 Uhr).

US-Militär zu Defender 2020: Keine Waffentransporte in Duisburg

Nach den Angaben des US-Militärs werden die meisten Duisburger vom Transport des Militärgerätes über Duisburg gar nichts mitbekommen. „Es werden bei dieser Verlegung keine Waffen transportiert“, schreibt die Pressestelle in Wiesbaden. Für das Landeskommando NRW der Bundeswehr verweist Oberstleutnant Stefan Heydt darauf, dass die Bundeswehr lediglich Hilfeleistungen an verbündete Streitkräfte erbringe.

Deutschland unterstützt die Verlegung von US-Militär mit der Bundeswehr, aber auch mit dem Einsatz der Polizei und weiterer Blaulicht- sowie Hilfsorganisationen, außerdem mit Behörden und ziviler Logistik. Schwerpunkt der Übung mit bis zu 20.000 US-Soldaten werden Polen und das Baltikum sein.

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