Hochschulsport-Serie

Sport an der UDE: Crossminton vereint Tennis und Badminton

Reporterin Sabrina Szameitat beim Crossminton.

Reporterin Sabrina Szameitat beim Crossminton.

Duisburg.   Crossminton vereint das Beste aus beiden Sportarten. Es kommt auf Technik und Schnelligkeit an. Bislang gibt es aber nur wenige Vereine.

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Eigentlich hat Holger Lahtz nur eine Alternative zum Tennis gesucht. Am besten eine Sportart, die er auch wetterunabhängig spielen kann. Nach kurzer Zeit ist der Wedauer dann sogar schon fündig geworden: Seit mehr als zwei Jahren gibt Holger Lahtz jetzt Crossminton-Kurse für den Hochschulsport der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Das relativ junge Rückschlagspiel wurde 2001 in Deutschland erfunden. Auf den ersten Blick erinnert es dabei erst einmal an Badminton, kombiniert dabei aber Elemente aus dieser Sportart sowie aus dem Squash und dem Tennis miteinander: So fällt etwa das Netz bei der Crossminton-Partie weg. Gespielt werden kann sowohl draußen auf der Straße als auch drinnen in der Turnhalle auf halbem Tennisfeld. Der Crossminton-Court besteht aus zwei Feldern, die jeweils fünfeinhalb Quadratmeter groß sind.

„Es kommt auf Technik und Schnelligkeit an“, weiß Holger Lahtz und zückt einen gelben Federball mit roter Kappe, der hier „Speeder“ heißt. Dieser ist etwas kleiner als beim Badminton und existiert direkt in mehreren Varianten – zum Beispiel als grüner „Cross-Speeder“ speziell für draußen. Die Schläger ähneln den klassischen Squash-Schlägern.

Sofort Sportler der Oberklasse

Dass es beim Crossminton nochmal dynamischer zugeht, zeigt auch ein Video im Internet: „Profis haben da mal über 80 Ballwechsel in der Minute geschafft“, erzählt Lahtz. Genau wie beim Tennis treten die Spieler ihre Partien im Einzel oder im Doppel an. Wer zuerst 16 Punkte erzielt, gewinnt den Spielsatz.

Während seines Kurses in der Turnhalle an der Böhmerstraße gibt der Trainer immer wieder Tipps, wie die Teilnehmer den Ball noch schneller auf die gegnerische Seite bekommen. Unter ihnen ist Alina Backes, die noch keine Erfahrung mit Crossminton mitbringt. „Mich erinnert der Sport an früher, als ich im Garten Badminton ohne Netz gespielt habe“, sagt die 20-jährige Erstsemesterin. Nach einer Probepartie rät Lahtz: „Besser ist es, nicht von oben wie beim Badminton zu schlagen, sondern eher mittig wie beim Tennis.“

Neben nationalen Meisterschaften werden seit 2011 auch Weltmeisterschaften im Crossminton ausgetragen. Wer eine Mannschaft gründen will, der braucht dafür vier Mitspieler. Die einzige Regel: „Ein Teammitglied muss weiblich sein“, sagt Lahtz.

Bisher gebe es deutschlandweit aber noch eher wenige Vereine, die Crossminton anbieten. Wer also in Westdeutschland das Hobby ausübt, kann sich deshalb direkt als Leistungssportler der Oberklasse ausgeben: Denn als einzige Sportklassen existieren hier nur die erste und die zweite Bundesliga.

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