Infrastruktur-Projekt

Bundesverkehrsminister Dobrindt inspizierte A 40-Rheinbrücke

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und sein Tross schauten sich am Donnerstagabend in Duisburg die marode A-40-Rheinbrücke an und blickt auf die Pläne für den Neubau.

Foto: Stephan Eickershoff

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und sein Tross schauten sich am Donnerstagabend in Duisburg die marode A-40-Rheinbrücke an und blickt auf die Pläne für den Neubau. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Bundesverkehrsminister Dobrindt informierte sich über den geplanten Neubau der A-40-Rheinquerung, die frühestens 2026 fertiggestellt sein wird.

Der Bundesverkehrsminister ist nicht alle Tage zu Gast in Duisburg: Doch wenn es um ein Schlüsselbauwerk für eine gesamte Region geht, kann es nützlich sein, dass der oberste Verantwortliche die Sache einmal persönlich in Augenschein nimmt. Und Alexander Dobrindt weiß nun, dass der Neubau der A-40-Rheinbrücke zwischen Essenberg und Neuenkamp eine langwierige Angelegenheit wird. Frühestens 2026 wird die neue, von weit über 100 000 Fahrzeugen pro Tag genutzte Querung über den Strom fertiggestellt sein.

Der CSU-Politiker nannte den Zeitplan, der ihm von Vertretern des Landesbetriebs Straßen NRW und von der Projektmanagement-Gesellschaft Deges vorgestellt wurde, „sehr ambitioniert“. Bis 2019 soll das Planfeststellungsverfahren, das im Sommer eingeleitet wird, abgeschlossen sein. Baubeginn der ersten, südlichen Brückenbauwerks (Fahrtrichtung Dortmund) soll 2020 sein, für das zweite Richtung Venlo 2023. Erst dann soll auch die bisherige Brücke zurückgebaut werden. 2026 soll dann alles fertig sein.

Bei Klagen sofort in die höchste Instanz

„Wir setzen auf Beschleunigungsmaßnahmen“, sagte Dobrindt mit Blick auf die Entscheidung, dass im Falle möglicher Klagen nur eine gerichtliche Instanz zugelassen wird – nämlich gleich die höchste: das Bundesverwaltungsgericht. Ob er denn mit Klagen rechne? „Das ist fast unvermeidlich bei Bauwerken dieser Größenordnung“, so der Minister. In den vergangenen vier Jahren hätten er und sein Team es geschafft, dass die Summe der Mittel für Verkehrs-Infrastrukturprojekte von zehn auf nun 14 Milliarden Euro angehoben wurde. 1,2 Milliarden davon fließen nach NRW. „Wir haben so großen Nachholbedarf, weil wir über Jahre eine Unterfinanzierung im Straßenbau hatten“, so Dobrindt.

Auch der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Volker Mosblech, der Dobrindt nach Duisburg eingeladen hatte, erfuhr am Rande des Rundgangs, dass in der alten Brücke ständig neue Schäden auftreten und sie permanent überprüft wird. Laut Straßen NRW gibt es derzeit im Brückenbauwerk 2000 Risse – mit Längen von einem Millimeter bis zu drei Zentimeter. Die dringendsten Fälle werden sofort geschweißt.

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