„Rettet die Freibadsaison“ hat die Stadt Duisburg groß über ihre aktuelle Stellenausschreibung geschrieben. Vor allem Rettungsschwimmer und Schwimmmeister werden händeringend gesucht (wie berichtet). Hat die Kampagne schon Wirkung gezeigt?
„Der Slogan ‚Rettet die Freibadsaison‘ klingt ernst, aber die Lage ist es auch“, sagt Marc Rüdesheim, stellvertretender Betriebsleiter bei DuisburgSport. „Der Personalmangel in der Branche ist ganz eklatant. Es sind einfach nicht genug Arbeitskräfte auf dem Markt.“ Deshalb hat die Stadt gezielt in den sozialen Netzwerken um neue Mitarbeiter geworben.
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Mit der Resonanz der Rettet-Kampagne ist Rüdesheim zufrieden und er macht Hoffnung: „Ich kann jetzt sagen: Es wird in Duisburg Freibadbetrieb geben“, sagt er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Dann schränkt er jedoch ein: „Ob es ganz ohne Einschränkungen funktioniert, weiß ich noch nicht – dafür bräuchte ich noch ein paar Leute.“
Rettungsschwimmer gesucht: Duisburg ist kein Einzelfall
Sieben Bäder betreibt die Stadt Duisburg. Gesucht wird jetzt vor allem Personal für die Sommermonate und das Freibad in Homberg, um die Besucher nicht wie im vergangenen Sommer vor verschlossenen Türen stehen lassen zu müssen.
Duisburg ist kein Einzelfall: Schätzungen zufolge fehlen in Deutschland zwischen 2000 und 3500 Schwimmmeister – das sind die Fachleute, die sich neben der Badeaufsicht um das ganze Bad mit seiner Technik und den Wasserwerten kümmern. Die vielen Rettungsschwimmer, die gerade in den Stoßzeiten im Sommer zusätzlich am Beckenrand stehen, sind da noch gar nicht mitgezählt.
Freibad-Saison: Was Essen und Düsseldorf machen
Und was machen andere Kommunen im Ringen um Rettungsschwimmer? Die Düsseldorfer Bädergesellschaft wirbt niedrigschwellig mit sogenannten Jobwatch-Tagen um neue Kräfte. Interessenten sollen einfach vorbeikommen – ohne Termin, dafür mit Badesachen. Das Konzept heißt: Vorschwimmen statt Bewerbungsgespräch.
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Essen schließt Kooperationen mit örtlichen Schwimmvereinen ab. Oder sie setzen Security-Dienste ein, damit sich die Schwimmmeister wirklich auf die Becken konzentrieren können, und sich nicht noch um Auseinandersetzungen auf den Liegewiesen kümmern müssen. In wenigen Wochen wird sich zeigen, welches Konzept aufgeht.
Rettungsschwimmer für Duisburg: Infos für Interessenten
Wer in Duisburg am Beckenrand stehen und Retter der Freibad-Saison werden möchte: Interessierte Bewerberinnen und Bewerber können sich online (www.duisburgsport.eu/duisburgsport/stellenangebote) oder telefonisch (0203/283-58172) bei DuisburgSport zu den aktuellen Stellenangeboten informieren. Wer über 18 Jahre alt ist und das Rettungsschwimmabzeichen der DLRG in Silber besitzt, kann sich zum Beispiel für einen Sommerjob am Beckenrand bewerben.
(mit DPA und kb)



