Dass die Volksbildung Verfassungsrang bekam, war das Ergebnis der Urkatastrophe. Der Erste Weltkrieg war verheerend zu Ende gegangen, das Kaiserreich zusammen gebrochen, die Weimarer Republik lag noch in den Geburtswehen. Unruhige Zeiten. Ihre Gründer zogen als eine Konsequenz, dass die Volksbildung zum Staatsziel erklärt werden müsse, die Volkshochschulen zu Schulen der Demokratie.
Daran erinnerten am Freitag beim Festakt „100 Jahre Volkshochschule Duisburg“ im Stadttheater sowohl Oberbürgermeister Sören Link als auch Staatssekretär Klaus Kaiser aus dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, der selbst einmal VHS-Chef war – im Hochsauerlandkreis, wie Moderatorin Kristina zur Mühlen verriet. Sie wusste auch um die heute kuriose Tatsache, dass in den 50er Jahren Zigaretten für die VHS-Mitarbeiter noch per Materialbeschaffungsliste bestellt werden konnten.


