Mit seiner ostfriesischen Wahlheimat Esens hat der Duisburger Künstler Cyrus Overbeck abgeschlossen. Vor 15 Jahren wurde er vom Rat der 7000-Einwohner-Stadt eingeladen, das historische Bürgermeister-Becker-Haus zu übernehmen, um dort mit seinen Aktivitäten das kulturelle Leben zu bereichern. Im Mai hat er den Ort fluchtartig verlassen, nachdem er von einem Mann, der „Jude!“ schrie, angegriffen wurde.
„Ich bleibe hier, ich gehe nicht mehr weg“, sagt Cyrus Overbeck im Gespräch in der alten Brotfabrik seiner Großeltern in Beeck, in die er sich zurück gezogen hat. Die Angst vor weiteren Attacken ist noch nicht gewichen, erst kürzlich habe er einen schwarz gekleideten Mann beobachtet, der die Fabrik fotografiert habe.


