Vor 22 Jahren musste er aus seiner Heimat fliehen, für die er sich leidenschaftlich eingesetzt hat, musste Familie und Freunde zurücklassen, wohlwissend, dass er für eine sehr lange Zeit nicht wird zurückkehren können. Ismet Kilic ist Türke und Deutscher, er ist ein politischer Flüchtling, er ist Duisburger und er ist ein weiteres Opfer des langen Arms der türkischen Justiz, die Interpol für sich missbraucht.

Ismet Kilic hat in Duisburg ein neues Zuhause gefunden und ein neues Leben aufgebaut. „Ein glückliches und erfülltes Leben“, wie seine Frau Nurgül sagt. Bis sich vor drei Wochen mit einem Schlag alles änderte. Plötzlich wurde Familie Kilic im Urlaub an einem Grenzübergang vierzig Kilometer entfernt von der slowenischen Kleinstadt Koper auseinandergerissen.