Aus dem Bergarbeiterkind Wilhelm Lehmbruck aus Meiderich wird ein gefragter Künstler, der seinen Durchbruch in der Kunstmetropole Paris erlebt und von wohlhabenden Sammlern gefördert wird. Er hat Frau und drei Kinder und setzt seinem Leben mit 38 Jahren ein Ende. Warum? Die Frage sei bis heute nicht beantwortet, sagt Jörg Mascherrek, der im Lehmbruck-Museum die Begleitausstellung „Ein Leben“ zur großen „Schönheit“-Ausstellung mit Werken von Lehmbruck und Rodin kuratiert hat.
„Das Interesse an seiner Biografie ist sehr groß, die Besucher sind bei den Führungen sehr konzentriert“, sagt Mascherrek. Schließlich begegnet man in dieser kleinen Ausstellung zum einen Menschen und Orten, die das Leben des berühmtesten Duisburger Künstlers geprägt haben, zum anderen sind Werke ausgestellt, die lange nicht zu sehen waren. Wie ein frühes Selbstporträt, das die jugendliche Züge des 17-Jährigen zeigt, oder frühe „Fingerübungen“ zum Broterwerb wie eine Nachbildung von Gabriel Grupellos Düsseldorfer Reiterstandbild von Jan Wellem oder eine Büste von Königin Luise, wie sie der Bildhauer Gottfried Schadow abgebildet hatte.


