Es ist brütend heiß am frühen Freitagabend, als eine 17-jährige Duisburgerin zusammen mit ihrer Schwester am Rheinufer, unweit der Brücke der Solidarität, herumalbert. Immer wieder radeln die beiden auf ihren Fahrrädern einen kleinen Abhang hinunter hinein ins seichte Wasser. Was bis gerade eben noch ein leichtsinniger Videodreh unter Teenagern sein sollte, wird von jetzt auf gleich ein Kampf um Leben und Tod, den die 17-Jährige nur haarscharf und nur dank heldenhafter Augenzeugen überlebt. Dank Siegfried und Melvin Horn, und einem dritten Mann, der lieber nicht in der Zeitung stehen will.

„Ich war gerade dabei mein Zelt aufzubauen, um danach gemütlich eine Runde mit meinem Sohn zu angeln, da hörte ich die ersten Hilfeschreie. Es waren die Schwestern, die mit ihren Rädern immer wieder knietief ins Wasser fuhren und aus Jux und Dollerei um Hilfe schrien“, erinnert sich Siegfried Horn noch ganz genau. Denn die folgenden Minuten wird er so schnell nicht vergessen.