Die Stadt Duisburg setzt ein Zeichen gegen Gewerbesteuer-Dumping. Gemeinsam mit rund 30 Kommunen aus NRW wurde gestern die „Zonser Erklärung“ unterzeichnet. Die Kämmerer und Stadtdirektoren fordern mehr Steuergerechtigkeit und Solidarität zwischen den Städten und fordern unter anderem die Neugestaltung der steuerrechtlichen Bedingungen im Bereich des Gewerbesteuergesetzes.

Die Gewerbesteuer ist neben der Grundsteuer die wichtigste direkte kommunale Einnahmequelle. Über das sogenannte Hebesatzverfahren können die Städte unmittelbar Einfluss auf die Höhe der von Unternehmen zu zahlenden Gewerbesteuer nehmen. Als Stärkungspaktkommune ist Duisburg gezwungen, für hohe eigene Einnahmen zu sorgen, deshalb liegt der Hebesatz im Vergleich zu anderen Kommunen in NRW im oberen Drittel.