Zwei Wochen vor dem offiziellen Start des Kita-Jahres warten noch rund 500 Eltern auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder. Vor allem bei Alleinerziehenden wächst die Furcht, am Ende leer auszugehen. „Wir müssen besser werden“, sagt Jugenddezernent Thomas Krützberg. Er räumt erhebliche Schwierigkeiten im Koordinierungsverfahren ein. Dennoch verspricht er: „Alle Eltern werden ein Angebot für einen Platz in der Kita oder in der Tagespflege bekommen.“
Mütter wie Nadine Brunner sitzen derweil auf heißen Kohlen. Ihr Sohn Damian (wird im August 3) besuchte bislang eine Großtagespflege für U3-Kinder, Ende des Monats ist Schluss. „Seit seinem ersten Geburtstag arbeite ich wieder“, sagt seine alleinerziehende Mutter. Die Masseurin und medizinische Bademeisterin im Salvea-Therapiezentrum des St. Anna-Krankenhauses ist besonders auf einen Betreuungsplatz angewiesen, weil sie berufsbegleitend eine Qualifizierung zur Physiotherapeutin beginnen will. „Das würde auf Eis liegen, wenn ich keinen Platz bekomme“, befürchtet sie.


