Auf dem Pauluskirchplatz wird getrödelt, einige Kinder spielen Dosenwerfen, die Sängerinnen der Gruppe „Green Lemonade“ unterhalten die Besucher bestens mit Coversongs. Für Jörg-Holger Ibsch, dem Vorsitzenden des Presbyteriums, und seinen Mitstreitern bedeutet das Fest allerdings mehr als nur ein entspannter Tag mit Kuchen und Wurst vom Grill. Sie wollen Präsenz zeigen als Christen in Duisburg-Hochfeld.

Rund 2.900 Mitglieder zählt die evangelische Gemeinde noch, früher waren es mal 16.000. Die beiden Apostel-Figuren Peter und Paulus, die oberhalb des Altars angebracht sind, schauen aus dem Fenster. „Sie können sich das Elend nicht mehr ansehen“, bemerkt der 75-Jährige und lacht. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit: Im Krieg wurde die Kirche zerstört, die Apostel wurden anschließend in anderer Blickrichtung wieder aufgestellt.