Einen Tag nach der großen Razzia in Hochfeld macht sich Erleichterung breit. „Gut, dass mal jemand durchgreift. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, was rund um unsere Kirche passiert“, erklärt Jörg-Holger Ibsch, Vorsitzender des Presbyteriums der Gemeinde Pauluskirche, und wird konkret: Allein in den vergangenen Wochen seien zahlreiche Kirchenfenster eingeschlagen worden. „Auf offener Straße wurden Drogen verkauft und wenn sonntags die Gemeindemitglieder zum Gottesdienst kommen, werden sie belästigt.“

Im vergangenen Jahr schrieb das Presbyterium einen Brief an den Ordnungsdezernenten, die Polizeipräsidentin und den Superintendenten. Danach wurde es etwas besser, doch der Zustand hielt nicht lange an: „Wir haben sogar eine 400-Euro-Kraft eingestellt, die vor dem Gottesdienst den Kirchplatz säubert, damit sich die Leute wohl fühlen.“