Eine gute Mischung aus zwei der beliebtesten Kompositionen der Romantik und einer Uraufführung bot das letzte Philharmonische Konzert der Saison: Das Cello-Konzert „Icaro“, jüngstes Werk des Duisburger Komponisten Hauke Jasper Berheide, wurde mit Werken von Richard Wagner und Antonin Dvorak umrahmt. Am Pult der Philharmoniker stand der designierte Generalmusikdirektor Axel Kober.
Bei Richard Wagners Vorspiel und Isoldes Liebestod aus „Tristan und Isolde“ sowie Antonin Dvoraks Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ kann man nicht viel falsch machen, und Kober weiß natürlich, wie man Wagner und Dvorak optimal präsentiert. Im Vorspiel zu „Tristan und Isolde“ lässt er die Streicher sehnsuchtsvoll schwelgen und mischt sie sorgfältig mit den Bläsern. Der Liebestod leuchtet geradezu optimistisch. Angesichts solch einer Darbietung und dem sensationellen Erfolg, den die Philharmoniker mit Wagners Oper bei der Ruhrtriennale im Jahr 2011 feierten, wundert man sich, dass die Rheinoper dieses Stück schon seit 2004 nicht mehr in Duisburg spielt.


