Aufarbeiten, analysieren, angreifen – auf keinen Fall aufgeben. Darum soll’s bei der SPD gehen, gerade nach den schlechten Europawahl-Ergebnissen. Revierweit hatten die Genossen mehr als zehn Prozent an Stimmen eingebüßt. Duisburgs SPD-Chef Ralf Jäger gibt sich vor den Genossen realistisch: Profil schärfen statt Parolen raushauen, Personen zu Persönlichkeiten entwickeln, spätestens bis zum Bundesparteitag im Dezember. Bei einer Diskussion mit der Arbeitsgemeinschaft 60 plus (AG 60plus) im Awo-Seniorenzentrum Ernst-Ermert in Duissern stellte er sich den (kritischen) Fragen seiner Genossen.
Ulrich Thünken, Vorsitzender von der Arbeitsgemeinschaft 60plus der SPD Duissern, wollte viele Mitglieder seines und des hiesigen SPD-Ortsvereins zusammenbringen, „um über die schwierige Situation und den Vertrauensverlust der Wähler offen zu sprechen.“ Gekommen sind nur neun SPD-Diskutanten, inklusive Ralf Jäger. „Liegt an der Hitze“, vermutet Thünken. Der hitzigen Diskussion, die folgen sollte, tat die überschaubare Anzahl an Gästen keinen Abbruch. Die grundlegende Frage am Nachmittag war: „Wohin steuert die SPD?“


