Da staunte Leser Heinz Zander nicht schlecht, als er neulich zur Wiedereröffnung des Kantparks kam und den Posten von Künstler Norbert Radermacher alleinstehend entdeckte. „Die Dauerleihgabe des Förderkreises des Wilhelm Lehmbruck-Museums hat seit einiger Zeit seinen Freund, den Pfosten, verloren, den er ja bewachen sollte.“ Radermacher hatte seine Plastik namens Posten neben einem etwas unschön angerosteten Pfosten platziert. Der Posten, 1,88 Meter hoch, polierte Bronze und ein bisschen an eine Schachfigur erinnernd, solle den Pfosten schützen, damit auch er Beachtung findet. Wo ist er abgeblieben? Eine Spurensuche.
1989 platzierte Norbert Radermacher seine Arbeit im Kantpark. Anfangs fragten einige kritisch nach, was daran Kunst sein solle, einige traten sogar dagegen - doch danach standen Posten und Pfosten viele Jahre friedlich Seite an Seite. „Nun ist der Pfosten weg“, stellte Zander verdutzt fest.


