Kommentar

A59-Ausbau: Eine Tunnellösung ist zu teuer – für Duisburg

 

 

Duisburg.  Duisburg hat wieder einmal das Nachsehen. Der Tunnel wäre für den Norden eine wichtige Chance gewesen. Er ist aber Düsseldorf nicht wichtig genug.

Duisburg, im Jahr 2035, nachmittags auf der A 59 – kein Stau, der Verkehr rollt im Norden durch den Tunnel, auf dem die Bürger spazieren gehen. Wäre das schön. So hatten es sich die Bürger vorgestellt, dafür hatten Politik und Stadtspitze gekämpft. Ob sie wirklich daran geglaubt haben? Zu deutlich waren die Signale aus Düsseldorf und Berlin, dass eine Tunnellösung zu teuer ist. Zu teuer für Duisburg. Ja, 500 Millionen Euro, die ein Tunnel zu der 1,1 Milliarden Euro teuren Hochstraße mehr kosten würde, sind eine stolze Summe. Aber wäre sie auch in Städten wie Düsseldorf der Grund für ein „Nein“ gewesen? Wohl kaum.

Nur, wieder einmal, musste die Stadt lernen: Duisburg ist nicht Düsseldorf, das eine ganz andere Wirtschaftskraft hat. Für den Duisburger Norden wäre der Tunnel eine große Chance gewesen, städtebaulich hätte Meiderich nur gewinnen können. Eine unterirdische Verkehrsführung war keine unrealistische Lösung, aber für eine finanzschwache Kommune eben ohne Unterstützung nicht zu finanzieren.

Ein Argument des Bundes ist auch der Zeitfaktor. Sechs Jahre, statt zwölf. Daran werden sich die Projektplaner nun messen lassen müssen. Wenn für Duisburg wieder einmal der ganz große Wurf ausbleibt, muss die B-Lösung wenigstens im Zeitplan realisiert werden.

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