Eskalierte Feiern

5000 „Hochzeits-Flyer“ verteilt - Polizei kann nachdrucken

Auch in Brautmodengeschäften wie in Duisburg wurden die Fyler verteilt.

Auch in Brautmodengeschäften wie in Duisburg wurden die Fyler verteilt.

Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool (Archiv)

Düsseldorf/Duisburg.  5000 „Hochzeits-Flyer“ hat die Polizei in NRW bereits verteilt. Ausufernde Feiern sorgen im Land seit Wochen für Aufsehen.

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Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat inzwischen 5000 der sogenannten Hochzeits-Flyer an die Polizeidienststellen im Land verteilt. „Darüber hinaus wurde ihnen die Druckvorlage zur Verfügung gestellt, um nach Bedarf selbstständig weitere Exemplare drucken zu können“, sagte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In der Broschüre werden Brautpaaren und Gästen harte Konsequenzen für ausufernde Feiern aufzeigt. Unterdessen ging die Zahl der Einsätze wegen eskalierter Hochzeitsfeiern zunächst zurück.

So gab es laut Innenministerium in der Woche nach dem Fastenmonat Ramadan - inklusive dem Pfingstwochenende - zwölf Polizeieinsätze mit dem Anlass «Hochzeit». Vor dem Ramadan waren es teilweise über 30 Einsätze pro Wochenende. Einen Zusammenhang mit den Flugblättern, die vor illegalen Korsos oder dem Verwenden von Pyrotechnik warnen, sieht das Ministerium nicht. Die Broschüre mit dem Titel „Hinweise für Hochzeitsfeiern“ wird seit dem 4. Juni ausgegeben. Die Polizei legt sie unter anderem in türkischen Festsälen aus.

Zwei Mal wurden „Schussabgaben“ gemeldet

Unter den zwölf Einsätzen zwischen dem 3. und 10. Juni waren laut Ministerium auch wieder drei Vorfälle auf Autobahnen: Zwei Mal wurden „Schussabgaben“ gemeldet, wobei die Polizei in einem Fall den mutmaßlichen Täter noch antraf. Am Donnerstag hatte es wieder einen Vorfall gegeben, der zur Statistik noch dazu kommt: In Bochum lotste die Polizei einen Korso aus 20 Autos von der A40.

Ausufernde Hochzeitsfeiern sorgen in NRW seit Wochen für Aufsehen. Das Innenministerium lässt sich für ein Lagebild seit dem 1. April alle entsprechenden Einsätze melden. (dpa)

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