Die 43. Duisburger Akzente gehen in ihre dritte und letzte Woche. Das Theatertreffen wird am Mittwoch, 30. März, mit einer Premiere fortgesetzt; das für Donnerstag, 31. März, geplante Gastspiel des Thalia Theater Hamburg mit Molières „Der Geizige“ wird krankheitsbedingt abgesagt. Es soll in der kommenden Spielzeit nachgeholt werden.

In der Komödie „Vier Männer im Nebel“ von Tim Firth gerät eine Teambuilding-Maßnahme für vier Manager völlig aus dem Ruder, als sie auf einer einsamen Insel stranden. In der Inszenierung der jungen, in Duisburg aufgewachsenen Regisseurin Damira Schumacher, ist die ausverkaufte Premiere am 30. März um 19.30 Uhr im Foyer III des Stadttheaters zu sehen. Für die folgenden Termine am 1., 9., 22. und 27. April gibt es noch Karten.

Premiere für britische Komödie im Duisburger Theater

Neville, Gordon, Angus und Roy arbeiten in der mittleren Management-Ebene einer britischen Mineralwasser-Firma. Auf einer Schnitzeljagd an einem nebligen November-Wochenende kentern sie mit ihrem Boot. Sie landen auf einer scheinbar verlassenen Insel – schutzlos, ohne Essen, das nächste Hotel nicht einmal eine Meile Luftlinie und doch unerreichbar weit entfernt. Den Tücken der Natur ausgeliefert, eskalieren Aggressionen und Konflikte zwischen dem überforderten Missionsleiter, dem Zyniker, dem naiven Idealisten und dem religiösen Außenseiter, der ein dunkles Geheimnis mit sich trägt.

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„Das Stück ist eine schnelle, britische Komödie mit viel Wortwitz“, beschreibt Damira Schumacher, die bereits vor rund 15 Jahren im Duisburger Jugendclub „Spieltrieb“ mitgespielt und inzwischen an der Essener Folkwang-Universität ihre ihre Regieausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. „Den vier Charakteren entgleiten so fern von ihrem gewohnten Terrain zunehmend die Zügel und es macht großen Spaß, ihnen mit all ihren Macken dabei zuzuschauen.“

Constanze Becker spielt Medea in der Tragödie von Euripides – und bleibt als Mutter, die ihre Kinder aus Rache am Vater ermordet, unvergesslich – eine schauspielerische Urgewalt.
Constanze Becker spielt Medea in der Tragödie von Euripides – und bleibt als Mutter, die ihre Kinder aus Rache am Vater ermordet, unvergesslich – eine schauspielerische Urgewalt. © Schauspiel Duisburg | Birgit Hupfeld

Große Schauspielkunst folgt dann am 2. und 3. April um 19.30 Uhr im Stadttheater mit „Medea“ von Euripides. Die Inszenierung von Michael Thalheimer am Berliner Ensemble, die die ganze Wucht der Tragödie entfaltet, war bereits 2013 beim Theatertreffen zu Gast.

Informationen und Karten unter www.theater-duisburg.de und an der Theaterkasse am Opernplatz, 0203 283 62 00.

Premiere für „Rose and the War“ in Beeck

Premiere hat die Produktion „Rose and the War“ am 1. April um 20 Uhr in der Alten Brotfabrik an der Arnold-Overbeck-Straße 64 in Beeck. „Rose“ von Martin Sherman ist ein Monodrama, das vom Untergang der jiddischen Kultur erzählt. Es ist die Geschichte einer 80-jährigen Jüdin, die Witz, Humor, Weisheit, Geist, Gefühl, Liebe, Sinnlichkeit, Tiefe und Lebenskraft in sich vereint.

Olaf Reifegerste hat aus dem Originaltext eine hörspieltaugliche Fassung erarbeitet, die von Esther Krause-Paulus gespielt sowie von der Akkordeonistin Ute Völker musikalisch begleitet wird. „The War“ ist eine Rauminstallation, die den Zusammenhang aufzeigt, dass für die vom Nationalsozialismus verfolgten Menschen jeder Luftangriff die Hoffnung auf eine baldige Befreiung aufrecht erhielt. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung unter 0157 503 499 41.

Deutschland-Premiere für Choreographie

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Das international bekannte Kaiser Antonino Dance Ensemble zeigt am Samstag, 2. April, um 20 Uhr in der Kulturkirche Liebfrauen die Deutschland-Premiere seines Stücks „When Air Is Still Around“. Es fragt auch, ob Glück möglich ist in einer Welt, die sowohl physisch als auch moralisch zusammenzubrechen scheint. Die Musik enthält Originalfragmente und Variationen aus den Sinfonien Ludwig van Beethovens.

Avi Kaiser und Sergio Antonino zeigen am 3. April um 18 Uhr im Garten der Erinnerungen im Innenhafen zum Film „High Maintenance – Leben und Arbeiten von Dani Karavan (1930-2021)“ über den Schöpfer des Gartens der Erinnerung ihre Performance „Die Karawane“. Prof. Christoph Brockhaus, ehemaliger Direktor des Lehmbruck-Museums, führt die Besucher der Veranstaltung durch den Innenhafen. Reservierungen (5 Euro) unter c.richert@stadt-duisburg.de.

>> FINALE AUCH FÜRS FILMPROGRAMM

  • Zwei Filme zeigt das Filmforum am Dellplatz zum Abschluss des Akzente-Programms. Am Dienstag, 29. März, ist um 20.30 Uhr „Parasite“ des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-ho zu sehen, der 2020 mit dem Oscar als „Bester Film“ ausgezeichnet wurde. Erzählt wird die Geschichte der armen Familien Kim, der es gelingt, sich in der Villa der reichen Familie Park unverzichtbar zu machen.
  • Am Donnerstag, 31. März, wird um 20.30 Uhr „The Wall“ von Regisseur Alan Parker gezeigt. In der Verfilmung des Konzeptalbums von Pink Floyd spielte 1982 Bob Geldof die Hauptrolle. Im Mittelpunkt steht der Rockmusiker Pink, der zum Star wird, doch – völlig kommunikationsunfähig – eine Mauer um sich baut. Die Karten kosten jeweils 8,90 Euro.