30 Akteure bewiesen „MUT“

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„Ich fand es gar nicht so mutig“, sagt Anke Johannsen locker, wenn sie von ihrer Konzertreise in den Libanon Ende des letzten Jahres erzählt. „Aber viele haben mich darauf angesprochen. Und ich höre auch oft, wie mutig es sei, das Hobby zum Beruf zu machen.“ Nun möchte die Duisburger Musikerin auch andere Menschen ermutigen, buchstäblich. „MUT“ heißt ihr jüngstes Projekt, bei dem sie und ihr Bandkollege Jens Otto 30 Menschen in einem Musikvideo versammelt haben.

Ergebnis im Internet zu sehen

„In den letzten Jahren habe ich so viele Leute kennen gelernt und wollte schon immer etwas daraus machen“, erzählt Johannsen. „Als die Idee zur ,MUT’-Geschichte kam, war das eine Gelegenheit, die Leute anzusprechen.“ Und tatsächlich hat jeder der Angesprochenen sofort Interesse am Musikvideoprojekt signalisiert. In kurzen Ausschnitten sollten die Menschen darin erklären, welche Bedeutung Mut für sie hat. Ursprünglich 15 Akteure sollten so durch die Musik von Johannsen und Otto verbunden werden.

Am Ende waren es doppelt so viele. „Als das Projekt Fahrt aufgenommen hat, wollten noch so viele Leute mitmachen“, berichtet die 31-Jährige. „Zum großen Teil sind es Duisburger, und es ist eine wahnsinnige Vielfalt: Künstler, Start-Up-Unternehmer, Schlipsträger, Café-Betreiberinnen“ – der jüngste Teilnehmer ist 7, der älteste 85 Jahre alt.

Die Drehorte für ihren Ausschnitt durften die Teilnehmer selbst bestimmen. In dem insgesamt fünfeinhalb Minuten langen Film sind so zum Beispiel der Landschaftspark Nord, das Theater in der Stadtmitte, die ehemalige Schimanski-Kneipe „Zum Anker“ (heute „Kaldi“), die Skulptur „Rheinorange“ oder ein Balkon über den Dächern Ruhrorts zu sehen. Aber auch in Essen, Gelsenkirchen, Dorsten und Neukirchen-Vluyn wurde gedreht.

Bevor die 30 Akteure vor die Kamera geholt wurden, begannen Johannsen und Otto allerdings mit einer Komposition. Erst später entstand die Idee zum Video. Neben den Bildern – vor allem von Duisburg – gehören zur fertigen Produktion eine süße Klaviermelodie mit dramatischen Streichern.

Seit gestern ist das Video im Internet auf einer eigenen Website zu sehen. Daneben können sich die Besucher über die Protagonisten informieren und in der Rubrik „Dein Mut“ verewigen – und den anderen Lesern mit ihren Botschaften Mut machen.

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