Soziales

Sie bieten Hilfe für psychisch Kranke

Das Intego-Team um Leiterin Heike Jandewerth (r.) stellte seinen Standort an der Gerichtsstraße am Freitag offiziell vor.

Foto: Thomas Gödde

Das Intego-Team um Leiterin Heike Jandewerth (r.) stellte seinen Standort an der Gerichtsstraße am Freitag offiziell vor.

Bottrop.   Intego betreut rund 70 Klienten in Bottrop. Die sollen ihren Alltag möglichst selbstständig meistern. Nun eröffnet der Träger einen Standort.

Nicht jede psychische Erkrankung hat zur Folge, dass die Betroffenen nicht mehr allein leben könne. Doch oftmals benötigen sie zusätzliche Hilfe. Die gemeinnützige GmbH Intego unterstützt Betroffene, ihr Leben möglichst selbstständig zu führen. 70 Klienten betreuen die neun Mitarbeiter inzwischen in Bottrop, nun bezieht die Gesellschaft neue Räume an der Gerichtsstraße 4. Das sei dem steten Wachstum geschuldet, sagt Jürgen Müller von der Geschäftsführung.

Ursprünglich kommt die Intego aus Oberhausen, seit rund vier Jahren betreut sie aber auch Klienten in Bottrop. Anfangs vor allem, weil Klienten von Oberhausen nach Bottrop umgezogen waren. „Weil es hier ja eine andere Stadt und mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein anderer Kostenträger ist, haben wir uns auch hier um die Zulassung bemüht“, erklärt Müller die Hintergründe.

Die Türen stehen immer offen

Nun also der Umzug in größere Räume. Heike Jandewerth leitet das Team in Bottrop. Sie ist froh, endlich die passende Bleibe gefunden zu haben und räumt sofort mit einem großen Missverständnis auf: „Wir werden immer gefragt, wo unsere Klienten denn schlafen, doch die haben alle eigene Wohnungen.“ Trotzdem sind die Räume an der Gerichtsstraße selbstverständlich Anlaufstelle für die Klienten. „Wir machen hier verschiedenen Angebote, zum Beispiel gemeinsames Kochen oder Basteln.

Außerdem treffen sich hier Gruppen wie etwa die Sucht- und die Entspannungsgruppe“, sagt die gelernte Krankenschwester und systemische Beraterin. Doch die Türen stünden für die Klienten eben immer offen. Manche kämen auch einfach vorbei, weil sie Redebedarf hätten oder Probleme, den letzten Kontoauszug zu verstehen – deshalb sei es auch gut, dass die neuen Räume so zentral liegen.

Es gehe darum, den Klienten Hilfe im Alltag zu bieten, ergänzt Müller. Das könne die Organisation des Haushalts betreffen, den Umgang mit Ämtern oder die Strukturierung des Tages. In Bottrop sei Intego eingebunden in bestehende Netzwerke. Klienten wendeten sich selbst an den Träger oder würden vermittelt, etwa durch die Psychiatrie in Kirchhellen.

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