Gotteshaus

Schäden an Liebfrauenkirche: Bauzaun schützt Passanten

Die Liebfrauenkirche ist zur Zeit von einem Bauzaun umgeben. Es besteht die Gefahr herabstürzender Brocken.

Die Liebfrauenkirche ist zur Zeit von einem Bauzaun umgeben. Es besteht die Gefahr herabstürzender Brocken.

Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Kreuzblumen an der Fassade der Eigener Kirche sind sanierungsbedürftig. Gläubige können aber weiterhin Gottesdienste dort besuchen.

Weil insbesondere die Kreuzblumen an der Fassade der Liebfrauenkirche schadhaft sind, ist ein Bauzaun rund um das Gotteshaus auf dem Eigen aufgestellt worden. Der Kirchenvorstand will sichergehen, dass niemand durch möglicherweise herabfallende Teile verletzt wird. Dank eines Gerüstes am linken Seiteneingang können Gottesdienste in der Kirche aber besucht werden – auch an den Osterfeiertagen.

Mit dem Zaun, der seit einer Woche steht, kommen die Verantwortlichen ihrer so genannten Verkehrssicherungspflicht nach, erläutert Klaus Wehrhöfer, Verwaltungsleiter der Pfarrei St. Joseph. Bislang sei noch kein Stein heruntergekommen.

Steinmetz-Firma untersucht den Bau

Aufgefallen waren die Schäden durch den Pfarreientwicklungsprozess, bei dem alle pastoralen Gebäude der Pfarrei in den Blick genommen wurden. Der Diözesanbaumeister hatte mit seinem Profi-Blick für Liebfrauen eine Begutachtung empfohlen. Eine Steinmetzfirma nahm die Kirche samt Turm Ende März drei Tage lang unter die Lupe. Sie hatte letztlich zur Sperrung des Kirchplatzes geraten.

„Ich war selbst mit oben, bis in 50 Meter Höhe“, sagt Wehrhöfer. Kontrolliert wurde der Zustand von Kreuzblumen, Fensterbänken, Steinplatten, Rosetten oder das Fugenbild an der über hundert Jahre alten, denkmalgeschützten Kirche. „Als wir hochfuhren, wurden überall Rüttelproben gemacht. Was lose war, wurde entfernt“, berichtet der Verwaltungsleiter.

Nach dem Krieg repariert

Nach dem Krieg sei die Kirche an vielen Stellen repariert worden. Hier befinden sich nun die schadhaften Stellen und weniger im originalen Tuffstein, wie Wehrhöfer erläutert. Wasser sammle sich in den Kreuzblumen, und wenn der Frost komme, sprenge er Risse ins Material.

Allerdings bereiten nicht nur die Kreuzblumen Sorgen. „Auch die Fugen müssten im Grunde vollständig saniert werden“, nennt Wehrhöfer ein weiteres Problem. Jetzt wartet der Kirchenvorstand aber erst einmal auf das Gutachten und auf die veranschlagten Sanierungskosten des Gesamtschadens.

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