Festival

Ruhrpott Rodeo bleibt weiter auf Erfolgskurs

Die Punkrockfans feiern germeinsam vor der Bühne. Sie trinken ihr Bier, lauschen den Bands oder tanzen in schrillen Outfits.

Die Punkrockfans feiern germeinsam vor der Bühne. Sie trinken ihr Bier, lauschen den Bands oder tanzen in schrillen Outfits.

Foto: Michael Korte

Bottrop.   6000 Punkfans feiern am Flugplatz Schwarze Heide. Rund 80 Prozent der Besucher campen dort. Auch im kleineren Format kommt das Festival gut an.

„Die Stimmung war sensationell. Wir haben den Innenbereich in diesem Jahr etwas kleiner aufgebaut, es war durchgängig rappelvoll“. sagt Alex Schwer zufrieden. Der Festivalveranstalter des Ruhrpott Rodeos resümiert: „Besser hätte es kaum laufen können. Ich glaube, die Gäste haben die Größendifferenz gar nicht wahrgenommen.“

6000 Punkrockfans - im letzten Jahr waren es noch 8500 - feierten an drei Tagen mit ihren Lieblingsbands auf dem Gelände des Flugplatzes Schwarze Heide am Rande Kirchhellens. Rund 80 Prozent der Besucher zelteten auf dem angeschlossenen Campground, viele Gäste kamen in diesem Jahr mit dem Wohnwagen. Für sie hatte das Veranstaltungsteam – insgesamt fast 250 Helfer, Securitys und Thekenkräfte – einen separaten Bereich vor dem Eingang eingerichtet.

Bad Religion mit Best-Off-Set

Vor und auf den beiden Bühnen ging es bei den stimmungsgeladenen Auftritten der Formationen heiß her. Bekannte Punkbands aus der ganzen Welt wechselten sich mit kleineren Gruppen und Lokalmatadoren ab. Es wurde stets getanzt, gepogt und laut gesungen. Das gute Wetter und die Musik sorgten bei vielen Fans für Hochgefühle. Unbekannte fielen sich in den Arm oder tranken ein Bier zusammen.

Einer der vielen Höhepunkte war eindeutig der mitreißende Auftritt von „Bad Religion“, die ältere Musikliebhaber noch aus ihren Jugendjahren kannten. Die Künstler spielten am Freitagabend ein Best-Off-Set mit Hits wie „You“, „21st Century Digital Boy“ oder „Punk Rock Song“. „Das ist kaum noch zu toppen“, waren sich einige der Zuhörer einig.

Spültoiletten und Flipperzelt

Doch nicht nur die Musik kam bei den Besuchern an. Einige Neuerungen fanden großen Zuspruch. „Wir haben keine Dixiklos mehr auf dem Gelände, sondern nur noch Spültoiletten, Darüber haben sich die Frauen sehr gefreut. Ich bin mindestens 30 Mal darauf angesprochen worden“, sagt Alex Schwers mit einem Lächeln. Der Veranstalter ergänzt: „Das kleine Flipperzelt war zudem durchgängig gut besucht. Auch das haben wir für die Leute zum ersten Mal aufgebaut. Wir werden es beibehalten.“

Für die kommenden Jahre plant der Gladbecker noch mehr für die Unterhaltung der Besucher auf dem Gelände zu tun. Schwers möchte ein paar neue Bereiche eröffnen, die in das Gesamtkonzept des Ruhrpott Rodeos passen. „Die Gäste sollen einfach einen schönen Tag bei uns verbringen, dazu gehört auch Spaß am Rande.“ Schwers hebt hervor: „Aber eines ist sicher, es wird es kein Bungee-Jumping oder ähnliches auf dem Festival geben!“

Veränderungen im Infield möglich

Wie das Infield im Jahr 2018 genau aussieht, kann der Veranstalter derzeit noch nicht sagen. „Wer öfters kommt, wird sicher gemerkt haben, dass die Kulisse immer etwas anders ist. Das liegt an der Veränderung der Landschaft, bedingt durch den Bergbau.“

Die Bühnen müssten immer neu den Gegebenheiten der Wiese angepasst werden. „Das hält uns seit eh und je auf Trab. Es wird sich wohl auch zukünftig nicht ändern.“

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