Ideen für Bottrop

Bottrop besser machen mit Kneipengesprächen vor Ort

Gute Ideen für ein besseres Bottrop sucht die Brost-Stiftung mit ihrem Projekt „Das Ruhrgebiet besser machen“. Dabei fragt sie Experten: die Bottroper.

Gute Ideen für ein besseres Bottrop sucht die Brost-Stiftung mit ihrem Projekt „Das Ruhrgebiet besser machen“. Dabei fragt sie Experten: die Bottroper.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Bottrop ist Pilotstadt beim Projekt „Das Ruhrgebiet besser machen“. Hier sind die Ideen der Bottroper gefragt, was wie besser werden kann.

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Das Ruhrgebiet besser machen: Dieses Ziel hat das gleichnamige Projekt, das die Brost-Stiftung in Kooperation mit der Körber Stiftung und gemeinsam mit den Pilotstädten Bottrop, Herne und Oberhausen startet. Weil viele Bürger das Gefühl haben, ihre Meinung würde nicht zählen, will die Essener Stiftung auf die Menschen zugehen und ihre Ideen weitertragen. Die WAZ Bottrop wird dieses Projekt mit einer Serie begleiten.

Den Anlass für das Bürgerbeteiligungsprojekt gaben Umfragen, nach denen rund 60 Prozent der Menschen im Ruhrgebiet stark am politischen Geschehen vor Ort interessiert sind Aber Aber nur 38 Prozent sind zufrieden damit, wie sie ihre eigenen Ideen und Vorschläge in dieses Geschehen einbringen können. So sinkt das Vertrauen in die Politik weiter. Umso wichtiger ist es, die Menschen zu unterstützen, sich mit ihren Ideen in die Gestaltung der Stadtgesellschaft einzubringen. Das Projekt „Ruhrgebiet besser machen“ zielt daher darauf ab, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Zukunftsvisionen für das Miteinander in Bottrop zu entwickeln. Das soll vor allem dort stattfinden, wo die Menschen gerne sind: in die Kneipen und Lokale im Wohnquartier. Gleichzeitig wird eine Online-Plattform gestartet, auf der alle Bürger des Reviers ihre Ideen für ein besseres Ruhrgebiet beisteuern können.

Vorbild „Zukunftsstadt“

Wie viele gute Ideen für ein besseres Bottrop die Bürger haben, wenn sie nur mal gefragt werden, haben sie schon vor Jahren bewiesen. Als die Stadt beim Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt“ nach Visionen für ein „Bottrop 2030+“ fragte, kamen im Laufe weniger Monate rund 1000 Ideen zusammen. Auch aus diesem Fundus können die Macher von „Das Ruhrgebiet besser machen“ schöpfen.

Durch die direkte Ansprache der Bürger und die Verknüpfung mi t den Städten soll das mehrstufige Bürgerbeteiligungs-Projekt helfen, vielversprechende Ideen schnell in die Praxis umzusetzen. Es startet mit Kneipengesprächen vom 22. Januar bis Anfang März. Dabei können die Teilnehmer ihre Ideen und Vorschläge an Thementischen diskutieren und gemeinsam ausarbeiten.

Ideensammlung im Netz

Parallel dazu findet das Projekt online auf www.ruhrgebietbessermachen.de statt. Die in den Kneipengesprächen diskutierten Ideen werden hier gesammelt und dokumentiert. Zusätzlich kann jeder Ruhrgebietsbürger Ideen direkt online einbringen und bestehende Vorschläge kommentieren. Die Homepage ist die zentrale Anlaufstelle und begleitet das Projekt die gesamte Zeit und dokumentiert die Ergebnisse.

Besonders vielversprechende Ideen werden danach in einer Ideenwerkstatt weiter diskutiert. Dabei sollen Experten den Teilnehmern helfen, Ideen zu konkreten Projektansätzen weiterzuentwickeln.

OB Tischler ruft auf: Kluge Ideen gefragt

Die Stadt Bottrop unterstützt das Projekt und bringt ihr Wissen mit ein. Oberbürgermeister Bernd Tischler sagt: „Wenn Sie mich fragen, dann ist Bottrop natürlich schon jetzt eine äußerst lebenswerte Stadt. Gleichzeitig ist mir klar, dass es noch einige Dinge gibt, die durch kluge Ideen besser gemacht werden könnten. Deswegen möchte ich die Bottroper Bürgerinnen und Bürger ermuntern, im Rahmen des Projekts aktiv an der möglichen Weitergestaltung unserer Stadt und des Ruhrgebiets mitzuwirken.“

Prof. Bodo Hombach, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Brost-Stiftung, sieht in dem Projekt großes Potenzial, das Revier gemeinschaftlich zu verbessern. „Eine Region besser machen? Wie soll das gehen? Man will, dass es ihr gut geht. Man traut ihr etwas zu. Man kennt und mag ihre Eigenschaften, ihre Talente. Man macht sie nicht nieder, sondern richtet sie auf. Man hat ein Ziel, aber dafür braucht es viele Schritte, und ohne den ersten kommt man niemals an. Der Weg ist kurvenreich, und zuweilen steinig. In der Gruppe geht alles leichter. Erich Kästner wusste Bescheid: ,Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.’ Sein Rat: ,Bessert euch drauflos!’“

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