Gospelnacht

Begeisterung am Gospel – Musik aus der Tiefe der Seele

„Hausherr" bei der 16. Internationalen Bottroper Gospelnacht war der Chor „vocal ensemble credo“ unter Leitung von Dr. Waldemar Lusch.

„Hausherr" bei der 16. Internationalen Bottroper Gospelnacht war der Chor „vocal ensemble credo“ unter Leitung von Dr. Waldemar Lusch.

Foto: Oliver Mengedoht

Bottrop.   Die 16. Internationale Bottroper Gospelnacht in der Liebfrauenkirche begeistert Mitwirkende und Gäste. 25 Chöre aus aller Welt machten mit.

Ein kurzes Instrumental-Intro, ein Juchzen, dann swingen die Körper mit, das rhythmische Klatschen des Offbeat überträgt sich auf die Zuhörer und schon geht’s los: Der große Workshop-Chor mit Sängern aus fünf Ländern eröffnet unter der Leitung von Shellie Powe stimmgewaltig den Marathon der 16. Internationalen Bottroper Gospelnacht in der Liebfrauenkirche. Das größte Event seiner Art war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg – für die Ausführenden, für das Publikum, für den Gospel als musikalischen Botschafter des Glaubens und zwischenmenschlichen Brückenbauer.

Videoübertragung nach draußen

Durch die fast sieben Stunden Gesang führten Harald Sadowski, Lynn Krause und Amber Cumbly unermüdlich in deutsch-englischer Moderation. Die Besucher in der stets voll besetzten Kirche kamen und gingen, konnten sich mit Grillwurst und Pilsken stärken oder gleich draußen das Geschehen per Videoübertragung von der Bierzeltgarnitur aus verfolgen. Sympathischer Volksfestcharakter, zu dem auch der Wettergott lächelte.

Und überall blickte man in glücklich strahlende Sängergesichter, Gute-Laune-Bringer, denen man die mitreißende Begeisterung anmerkte: Musik aus der Tiefe der Seele eben. Das konnte das amerikanische Rick Cotton Quartett aus dem ehemaligen Team von Michael Jackson sein oder die mehrfach ausgezeichneten Universitätschöre aus Köln oder Frankfurt.

Oder die Ilawa Gospel Singers aus Polen, die sich wie Schneekönige über ihre erste Auslandsreise freuten. Natürlich hatten auch die Lokalmatadore ihren Auftritt: der Frauenchor „All Women“ und das „vocal ensemble credo“ aus Bottrop, „S(w)ing & Praise“ aus Oberhausen mit harmonisch schwierigem a cappella-Gesang und als Schluss-Gag einem Jazz-Arrangement von „O du fröhliche“, echt fröhlich! Nicht zu vergessen die Theologiestudentin Marie Clair Sadowski aus Essen mit ihrem Solo.

Einer der wirklichen Stars war die charismatische Onita Boone aus New York. Perfekt in der Stimmbeherrschung durchlebte sie die Musik wie ein Gebet, mit Emotion und virtuoser melodischer Ausstaffierung. Authentischer kann Gospel nicht rüberkommen.

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