Die St. Joseph-Kirche feiert ihren 100. Geburtstag. Ohne den Steinkohlenbergbau würde es sie gar nicht geben. Die mit der Industrialisierung in Bottrop schnell wachsende Bevölkerung machte die Aufteilung der großen Pfarrei St. Cyriakus notwendig. Es gab schlichtweg zu wenig Gotteshäuser für die vielen zugezogenen Katholiken.

In seiner Sitzung vom 12. März 1913 beschloss der Kirchenvorstand von St. Cyriakus, im Stadtteil Batenbrock eine Filialkirche zu bauen. Das Grundstück wurde der Kirchengemeinde von der damaligen Arenbergschen Bergbau AG geschenkt. Die Bauplanung übernahm der Architekt Josef Franke. Ursprünglich lagen die Baukosten bei 170.000 Reichsmark. Doch aufgrund des Ersten Weltkrieges kletterten die Kosten auf 435.000 Reichsmark. Es fehlten Material und Handwerker. Das neue Gotteshaus sollte Sitzplätze für 500 Kinder, 450 für Erwachsene und 1000 Stehplätze bieten.