Charity-Dinner

13 Hobbyköche laufen am Samstag zur Höchstform auf

Georg Chorowski, Benny Burdelak und Heike Stender (v.l.) zaubern gemeinsam in der Küche. Vor dem Dinner am Samstag werden die 13 Hobbyköche schon morgens um 9 Uhr in der Küche stehen und die ersten Vorbereitungen für das Fünf-Gänge-Menü treffen.

Foto: Michael Korte

Georg Chorowski, Benny Burdelak und Heike Stender (v.l.) zaubern gemeinsam in der Küche. Vor dem Dinner am Samstag werden die 13 Hobbyköche schon morgens um 9 Uhr in der Küche stehen und die ersten Vorbereitungen für das Fünf-Gänge-Menü treffen.

Bottrop.   Der Bottroper Verein Ambotioniert lädt zum vierten Charity-Dinner ins Cottage ein. Der Erlös ist diesmal ausschließlich für Kolüsch bestimmt.

„Probier mal“, sagt Georg Chorowski und reicht die Gabel mit dem mediterranen Kartoffelsalat rum. „Genug Salz drin?“ Ein bisschen mehr könnte nicht schaden, entscheidet schließlich die Truppe in der Cottage-Küche. Hier ist Probekochen angesagt zur Vorbereitung auf das große Charity-Dinner von Ambotioniert am Samstag.

„In der letzten Woche sind wir eigentlich täglich unterwegs“, strahlt die Vereinsvorsitzende Melanie Kleewald. Von Stress keine Spur. Noch nicht. „Aber an dem Abend stehen wir alle total unter Strom.“ Kein Wunder, schließlich sind die Köche, die sich da an ein Fünf-Gänge-Menü – Motto: „Sommerlecker“ – für 70 Leute wagen, alle nicht vom Fach, sondern „nur“ begeisterte Hobbyköche.

Und so stehen sie also wieder einmal in der Küche, probieren nochmal ihr Gericht aus und besprechen die Abläufe für den Abend. Schließlich soll ihnen am Samstag das Kunststück gelingen, nacheinander an jedem Tisch für alle Gäste gleichzeitig den jeweiligen Gang zu servieren. „Wir haben einen Riesenspaß beim Kochen, eine Vorfreude, die sich von Mal zu Mal hochschaukelt“, versichert Roul Benedict Burdelak.

Schon das erste Dinner war ein Erfolg

Er hatte vor Jahren die Idee für das Dinner und schon das erste war so erfolgreich, dass die Gruppe beschlossen hat es zu wiederholen – inzwischen zum vierten Mal. Benedikt Burdelak, begeisterter Hobbykoch wie die anderen auch, ist Jahr für Jahr dabei. Fliegen schon mal die Töpfe tief im größten Kochstress? Herrscht der berühmte raue Ton in der Küche? „Wir sind doch alle Ruhrgebietskinder und nicht so zart besaitet“, antwortet Burdelak diplomatisch. Töpfe fliegen nicht, versichern die anderen.

„Vor vier Jahren war das ein Sprung ins kalte Wasser“, erinnert er sich an das erste Dinner. Erdacht war es, um eine möglichst hohe Spendensumme zu generieren. Die war bestimmt für das Caritas-Kinderdorf am Köllnischen Wald, wo dringend mehrere Bäder erneuert werden mussten. 20 000 Euro hat der Verein da rein gesteckt, mit Materialkosten und Arbeitslohn, gestiftet von Bottroper Firmen.

Viele Unternehmen spenden

Die sind auch mit im Boot, wenn es ans Charity-Dinner geht, ein Bottroper Unternehmen stiftet die Getränke für den Abend, ein Mülheimer stellt Geschirr, Besteck und Tische zur Verfügung, Läden geben Lebensmittel umsonst und das Cottage ist an dem Tag mietfrei reserviert. Längst ist Kneipenwirt Ralf Mader „ambotinioniert“, sagt

Melanie Kleewald, so wie auch die „gute Seele“ des Lokals, Alexandra Jozefiak. Sie kocht mit bei Gang vier, der Wirt ist mit Melanie Kleewald und Vereinskassiererin Gabi Stein im Organisationsteam.

13 Köche stehen am Samstag in den beiden Küchen, pro Gang zwei bis drei. Den Service teilen sich sechs Kräfte, manche kochen vorher noch, alle sind erfahren im Service. Nichts wird dem Zufall überlassen, auch das Team hinter der Theke steht fest – neben dem stellvertretende Vorsitzenden Andre Dreiskämper auch Jan Stein und Melanie Franssen.

Der Moderator bezirzt die Gäste

„Manchmal haben wir schon ziemlich geschwitzt – und dann ist doch noch alles gut gegangen“, erinnert sich das Team an vergangene Dinner. „Wir rechnen immer mit einem Kollateralschaden“, sagt Benedikt Burdelak, „aber das ist noch nie passiert.“ Wenn auch nicht immer alles so klappt, wie geplant. Dann muss Marc Hoff, alias Rufus Grey, ran. „Er ist unser Lückenbüßer“, lacht Melanie Kleewald. Er moderiert den Abend und bezaubert die Gäste buchstäblich – auch dann, wenn sich in der Küche was verzögert. Er ist der Mann, der die Gäste bezirzt und bei der Versteigerung anstachelt.

„Das ist tolles Publikum, sehr spendabel“, schwärmt er. Gerne erinnert man sich an vergangene Versteigerungen, als beispielsweise noch spontan eine Führung durch das restaurierte Rathaus mit Oberbürgermeister Bernd Tischler als Führer angeboten wurde.

Es gibt drei Versteigerungen

Die Versteigerungen, diesmal eine Reise und zwei Wohnzimmerkonzerte, gehören zum Abendprogramm wie die Musik. Stolz sind die Organisatoren auf ihren richtigen Riecher 2017, als sie Marie Wegener, diesjährige DSDS-Gewinnerin, da hatten. Diesmal ist „Souls in Harmony“ dabei, das Bottroper Gesangsduo Anja Krumbholz und Alexandra Gwozdz, wie auch der bekannte Bottroper Markus Stein und Tom Freitag von „Claptomania“.

„Das Geld bleibt komplett in Bottrop und wird zu 100 Prozent ausgeschüttet“, betont Andre Dreiskämper. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich.“ Der Erlös des Abends geht diesmal komplett an Kolüsch, die Suppenküche der Evangelische Sozialberatung (ESB).

Und wenn Samstag der letzte Teller leer geputzt ist und die Anspannung bei allen abgefallen? „Dann singen alle zusammen, wie immer“, verrät Melanie Kleewald. Und dann geht die „After-Show-Party“ los.

Letzte Karten für das Charity-Dinner gibt es für 69 Euro bei Getränke Possemeyer, Ostring 45. Oder Bestellung per E-Mail an: bottrop@ambotioniert.de

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