Zu Besuch bei den alten Zechen an der Ruhr
Von ehemals mehr als 1000 Zechen ist eine übrig geblieben, auf der noch Kohle gefördert wird – Prosper/Haniel in Bottrop. 2018 ist auch dort Schicht im Schacht. An zehn weiteren Ex-Zechenorten wird Wasserhaltung betrieben. Der Rest ist Geschichte. Dabei war es doch eine große Geschichte: Ohne den Bergbau wäre das Ruhrgebiet, so wie wir es kennen, nie entstanden. Trotz der demontierten Industrielandschaften stehen noch mehr als 100 Wahrzeichen der Kohlezeit herum: Fördergerüste, Maschinenhallen, Kauen und Betriebsgebäude. An vielen dieser Standorte pulst längst neues Leben: Kultur, Freizeit, Wohnen, Gewerbe, Gastronomie, Bürgerdienste – der Fantasie zur Neu- und Nachfolgenutzung sind kaum Grenzen gesetzt. Das Buch „Auf Zeche“ (Hg. Wolfgang Berke, Michael Farrenkopf, Wolfgang Grubert, Stefan Przigoda) versammelt kenntnisreich die noch sichtbaren Zechen und ist ein Top-Reiseführer zu den sehenswerten Standorten. Ein Muss!

