Wohnbauflächenprogramm

Weg für 3800 neue Häuser und Wohnungen in Bochum geebnet

Helena Ernst, im Vordergrund, schlägt auf die Glocke vor dem Rathaus . Vor der Ratssitzung protestierten Kritiker des wohnbauflächenprogramms vor dem Rathaus.

Helena Ernst, im Vordergrund, schlägt auf die Glocke vor dem Rathaus . Vor der Ratssitzung protestierten Kritiker des wohnbauflächenprogramms vor dem Rathaus.

Foto: Dietmar Wäsche

bochum.   Große Mehrheit im Rat beschließt Programm. Damit soll die Grundlage für intelligente Wohnungsbaupolitik gelegt werden. Kritiker sehen Defizite.

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Mit einem auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen zugeschnittenen Angebot von Wohnungen und Häusern soll mittelfristig die Attraktivität der Stadt erhöht werden. Dies ist jedenfalls der Anspruch des gestern mit den Stimmen von SPD, CDU und Grünen im Rat beschlossenen Wohnbauflächenprogramms. Es hat einen Gesamtumfang von 3831 Wohnungen oder Häusern.

Obwohl sich weit mehr Parteien, im Grunde über die Notwendigkeit einer intelligenten Weiterentwicklung des Wohnraumangebots in dieser Stadt einig sind, lehnten Linke, FDP/Stadtgestalter, UWG/Freie Bürger, AfD und die Soziale Liste das Programm ab. Wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Projekte bis ins Jahr 2025 identifiziert

Doch zunächst zu den Eckpunkten des jetzt beschlossenen Programms, das natürlich alles andere ist als eine Schablone, nach der nun bis ins Jahr 2025 Bauprojekte vorangetrieben werden können. Es ist zunächst vor allem eine Bestandsaufnahme. Auch nach einer Änderung im Detail, die ein gemeinsamer, dann mehrheitlich beschlossener, Antrag eben von SPD, CDU und Grünen formuliert, (im wesentlich ging es darum, dass zwei Flächen in Stiepel aus dem Ursprungsplan rausgenommen wurden) bleibt ein Paket von 29 Flächen übrig.

Auf diesen Flächen könnten nun auf Grundlage der im Handlungskonzept Wohnen angekündigten jährlich bis zu 800 neuen Wohnungen, 200 davon im sozialen Wohnungsbau, Projekte angestoßen werden. Die Beteiligungsrechte von Bürgern blieben dabei, so versicherten die Befürworter des Projektes, völlig unberührt.

Kritik sieht Ungleichheit und fehlende Bürgermitsprache

Die Kritik gegen das jetzt beschlossene Konzept speist sich aus unterschiedlichen Richtungen. Bürgerliche Parteien wie FDP, Stadtgestalter, UWG oder Freie Bürger wiesen vor allem auf „die mangelnde Einbindung der Bürger“ bereits im Vorfeld (Susanne Mantesberg,FDP) hin. Außerdem rege sich Widerstand gegen die Bebauung von Grünflächen.

Von linker Seite wurde die angeblich fehlende Gleichberechtigung der Stadtteile kritisiert. Es sollten mehr bestehende Wohnungen aktiviert werden. Günter Gleising (Soziale Liste) fühlte sich als letzter Grüner und forderte mehr Freiräume mit Klimafunktion.

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