Ultimate Frisbee

Ultimate Frisbee: Bonobos schaffen Klassenerhalt

Ein rasanter Mannschaftssport: Die Bonobos vom TV Frisch-Auf Altenbochum spielten in roter Bekleidung gegen die Gegner aus Hamburg.

Foto: Dietmar Wäsche

Ein rasanter Mannschaftssport: Die Bonobos vom TV Frisch-Auf Altenbochum spielten in roter Bekleidung gegen die Gegner aus Hamburg.

Altenbochum.   TV Frisch-Auf Altenbochum richtet die zweite Runde der Deutschen Meisterschaften im Ultimate Frisbee statt. Sieger wurden die Hamburger.

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Der TV Frisch-Auf Altenbochum richtete am Wochenende die Deutschen Meisterschaften im Ultimate Frisbee aus. Die insgesamt acht Mannschaften der zweiten Liga Nord spielten um den Aufstieg in die erste Liga. Zu diesen acht Teams gehörten auch die Bonobos vom TV Frisch-Auf, die natürlich auch vom Aufstieg träumten. Am Ende steigt der Club „Hamburg Sturmflut“ auf, die Bochumer schaffen den Klassenerhalt.

„Das hat dieses Jahr nicht ganz geklappt“, berichtete Folko Drewes, einer der Mitspieler der Bonobos, „leider haben wir es nicht in den Pool der besten vier Teams geschafft.“

Es geht rasant zur Sache

Ultimate Frisbee, ein Mannschaftssport, bei dem es rasant zur Sache geht: Man nehme die technischen Aspekte vom Basketball, gebe eine Prise Schnelligkeit und Lauffreude aus dem American Football hinzu und garniere diese Melange mit einer 175 Gramm schweren Wurfscheibe aus Plastik. Das Ergebnis mag im ersten Moment ein wenig skurril anmuten, doch wer sich zu probieren traut, wird feststellen, wie einnehmend es ist.

Ultimate Frisbee, so heißt die Nischentrendsportart, die sich in den frühen 60er Jahren in den USA entwickelt und seitdem über den nordamerikanischen und europäischen Kontinent verbreitet hat. Auch in Deutschland ist sie mittlerweile weit mehr als nur eine Pausenbeschäftigung, sondern vielmehr eine ernstzunehmende Sportart mit mehreren Ligen, Divisionen und Wettkämpfen. Einer dieser Wettkämpfe fand jetzt auf der Sportanlage des Vfl Bochum-Nachwuchszentrums statt.

Insgesamt zwei Spielrunden

Das Turnier bestand aus insgesamt zwei Spielrunden. Zuerst spielten alle Teams gegen alle, danach erfolgte die Aufteilung: Die vier besten und die vier schlechtesten Mannschaften bildeten jeweils eine neue Untergruppe, in der dann nochmal jeweils jeder gegen jeden spielte. Wer aus der Gruppe der Top 4 als Sieger hervorging, durfte sich über den Aufstieg in die erste Liga freuen; wer im Gegenzug das Schlusslicht in der anderen Gruppe bildete, stieg ab.

„Dieses Jahr steigen sogar die beiden letzte Teams ab, da es zur Zeit zwei dritten Ligen gibt“, erklärte Drewes. Die Chance, mit den Bonobos den Klassenerhalt zu schaffen, lag also bei spannenden 50 Prozent.

Spieler regeln alles untereinander

Doch beim Ultimate Frisbee geht es nicht nur um Sieg und Niederlage, viel wichtiger – und sogar im Regelwerk an erster Stelle verankert – ist der Spirit of the Game, die Verantwortung zum Fair Play eines jeden Spielers. „Ultimate Frisbee ist ein Sport ohne Schiedsrichter“, erklärte einer der Sportler, „wir Spieler regeln alles untereinander, während des Spiels. Das gibt es sonst nirgendwo. Das macht Ultimate Frisbee so schön und auch so einzigartig.“

>>> Teams je zur Hälfte aus Frauen und Männern

Die acht teilnehmenden Mannschaften kamen aus den unterschiedlichsten Teilen Deutschlands: So nahmen Teams aus Bochum, Paderborn und Münster aber auch aus Hamburg, Rostock, Kiel und Berlin am Wettbewerb teil.

Die Spiele am vergangenen Samstag und Sonntag bildeten das bereits zweite Spielwochenende der aktuellen Meisterschaft. Das erste fand zuvor schon im letzten Monat in Paderborn statt.

Gespielt wurde in der Mixed-Division. Das heißt, dass die Teams je zur Hälfte aus Männern und Frauen bestehen mussten. Bei sieben Spielern pro Team auf dem Platz, einigten sich die Mannschaften vor jeder Spielrunde darauf, ob Spieler sieben ein Mann oder eine Frau sein sollte.

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